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Ostholstein Durchatmen für Demenzkranke und Angehörige
Lokales Ostholstein Durchatmen für Demenzkranke und Angehörige
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20:29 04.08.2016
Kegeln mit den Gästen musste sein: Staatssekretärin Anette Langner aus Kiel besuchte gestern Großenbrode. Quelle: Gemoll

„Wir müssen solche Einrichtungen einfach bekannter machen, ich bin beeindruckt.“ Dies war nur eine der Botschaften, die Staatssekretärin Anette Langner aus dem Kieler Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung am Ende ihres Besuches im Großenbroder „Landhaus am Fehmarnsund“ der kleinen Gesprächsrunde mit auf ihren Weg gab. Auf ihrer „Sommertour“, wie sie ihre Rundreise zu Kur-, Erholungs- und Pflegeeinrichtungen im Land nannte, machte sie gestern in Großenbrode Station.

Hier betreibt die Arbeiterwohlfahrt ein 60-Betten- Haus – speziell eingerichtet für Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen, die hier zusammen ganz individuell Urlaub machen können. Das Konzept sieht vor- und nachmittags eine regelmäßige Begleitung für die Erkrankten vor. Angehörige haben dann Zeit für sich. Daneben sorgen Kurse zu Fragen der häuslichen Pflege oder die Ernährungsberatung für Menschen mit Demenz für Unterstützung.

Den Hotel-ähnlichen Service mit Schwimmbad, Fitnesseinrichtungen und der geschützten Gartenanlage mit vielfältigem Betätigungsangebot zeigten der vertretende Awo-Geschäftsführer Andreas Frank und Klinikleiterin Birgit Kursawe der Staatssekretärin. „Man braucht sich mit dem Aufenthalt bei uns keiner Gruppe anschließen“, erklärte Frank und sagte weiter, dass auch die Dauer des gewünschten Urlaubes völlig dem Gast überlassen sei. „Wir wollen, dass der behinderte Mensch, nicht nur der Demenzerkrankte, so lang wie möglich zu Hause betreut wird“, betonte die Staatssekretärin. Langner sieht einen großen Bedarf an so genannten niedrigschwelligen Hilfs-Einrichtungen, von denen es in Schleswig- Holstein rund 200 in unterschiedlichen Strukturen gibt. Dass zentrale Anlaufstellen geschaffen werden, um die verschiedenen Angebote und Hilfsmittel zu vernetzen, war eine der Forderungen Franks.

Auch für den Großenbroder Touristik Service würde das „Landhaus am Fehmarnsund“ vielfältige Synergieeffekte bieten, betonte Touristikchef Ubbo Voss, der an dem Besuchsprogramm mit Langner teilnahm.

gem

LN

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