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ETC-Sanierung: Jetzt sollen die Bürger entscheiden

Timmendorfer Strand ETC-Sanierung: Jetzt sollen die Bürger entscheiden

Alle stimmen darüber ab, ob die Gemeinde Timmendorfer Strand 6,8 Millionen Euro in die Sanierung der Halle investiert. Sonst droht die endgültige Schließung.

Sanierung oder nicht: Jetzt entscheiden die Bürger darüber, wie es mit der Eissporthalle in Timmendorfer Strand weitergeht.

Quelle: 54°/Felix König

Timmendorfer Strand. Über die Zukunft des Timmendorfer Eissport- und Tenniscentrums (ETC) sollen die Einwohner der Gemeinde entscheiden: Das haben die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Demnach soll ein Bürgerentscheid bestimmen, ob die Gemeinde eine gewaltige Summe in die Sanierung der 30 Jahre alten Halle steckt. Beschlossen wurde auch der Feuerwehrbedarfsplan.

Die Grünen-Fraktion hatte beantragt, die Bürger selbst über die hohe Investition ins ETC bestimmen zu lassen. Ein Architekt hat die Kosten auf 6,8 Millionen Euro taxiert. Flankiert werden soll der Bürgerentscheid von einer Befragung der Kinder und Jugendlichen in der Gemeinde zum Thema. Der Entscheid soll „schnellstmöglich“ auf den Weg gebracht werden, denn die Zeit drängt: Der Brandschutz im ETC ist vom Kreis nur noch für diese Saison abgenickt worden, eine weitere Gnadenfrist wird es vermutlich nicht geben. Ob die Abstimmung noch in diesem Jahr oder erst im Frühjahr 2017 erfolgen kann, muss die Verwaltung jetzt ausloten.

Davon abgesehen wurden in der Sitzung bekannte Themen abgearbeitet, wenngleich einige Gemeindevertreter trotzdem nicht auf eine Prise Timmendorfer Dramatik verzichten wollten. So konferierten die Vertreter von CDU und WUB vor der Sitzung noch so ausgiebig, dass die Zuschauer 20 Minuten auf den Beginn der Veranstaltung warten mussten. Vor der Abstimmung über den Feuerwehrbedarfsplan gab es noch eine Sitzungsunterbrechung, CDU- und WUB-Vertreter verließen mit bedeutungsschwangeren Mienen den Raum.

Ergebnis der geheimen Besprechungen: Beim Punkt „Fortführung der Planung für das Feuerwehrgerätehaus Groß Timmendorf“ stimmte die CDU mit „Nein“. Man habe Bedenken in Bezug auf die Investitionssumme, den Standort und die Umsetzung, begründete das Kai-Ingo Menke-zum Felde. Der Neubau für Groß Timmendorf wurde dennoch mit den Stimmen der übrigen Vertreter beschlossen, der Rest ging einstimmig über die Bühne: Erhalt aller vier Ortswehren, Neubau des Feuerwehrhauses in Hemmelsdorf, 25000 Euro für den Motivationstopf, Beschaffung von Ersatz- und Neufahrzeugen.

In Bezug auf den letztgenannten Punkt wird der Streit um ein neues Löschfahrzeug (LF) 10 (Kosten: knapp 300000 Euro) vorerst auf Eis gelegt: Die Beschaffung werde „ausgesetzt“, heißt es.

Was den vom zurückgetretenen Gemeindewehrführer Stephan Muuss geforderten Kommandowagen (Kosten: 25000 Euro) angeht, soll „in der nächsten Hauptsaison eine Testphase durchgeführt und ausgewertet werden“.

Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD): „Das ist ein Motivationsschub, jetzt können die Wehren wieder nach vorne schauen.“ Wie es in puncto Gemeindewehrführung weitergeht, soll auf einer Sitzung der Wehrführer am kommenden Mittwoch besprochen werden.

Weitere in der Sitzung gefasste Beschlüsse: Der geplante Supermarkt in Niendorf muss mit einer Tiefgarage versehen werden – nach dieser Entscheidung dürfte der Weg frei sein für den Kaufvertrag zwischen der Gemeinde und der Edeka Jens GmbH. Im Bereich Strandstraße 134 bis 140 in Niendorf soll ein zentraler Platz entstehen, den die Gemeinde für öffentliche Veranstaltungen nutzt und pflegt.

Das Honorar für das Planungsbüro, das die Gemeinde zusätzlich für die Fertigstellung des Fischereihofes Hemmelsdorf angeheuert hatte, beträgt nach Angaben aus der Sitzung 255000 Euro (netto), die Summe soll aber bereits in den Gesamtkosten für das Projekt von 4,3 Millionen Euro enthalten sein.

Regenwetter schreckte Tagesgäste ab

Der verregnete Sommer hat auch in Timmendorfer Strand erwartungsgemäß die Saison getrübt – zumindest im Bereich der Tagesgäste. So seien nach Angaben von Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) im Jahr 2015 insgesamt 300000 Euro an Strandkurabgabe eingenommen worden, während es im Jahr 2016 (die Gebühr wird bis Mitte September fällig) lediglich 289000 Euro waren.

Erfreuliches konnte Kara hingegen zur Übernachtungskurabgabe berichten: Die lag im vergangenen Jahr 2015 bei über 2,5 Millionen Euro, und bis August 2016 sei bereits die Marke von knapp zwei Millionen Euro erreicht worden – deshalb sei ein höheres Ergebnis als im Vorjahr zu erwarten.

 Sabine Latzel

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