Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Edeka hofft noch auf Einlenken der Stadt Eutin
Lokales Ostholstein Edeka hofft noch auf Einlenken der Stadt Eutin
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:11 21.09.2015
Der Hutzfelder Edeka-Markt hat zurzeit eine Verkaufsfläche von 850 Quadratmetern. Darin ist der Bäcker bereits enthalten. Quelle: Peyronnet
Hutzfeld

Das teilte die Expansionsabteilung der Edeka Handelsgesellschaft Nord mbH aus Neumünster auf LN-Anfrage mit. Mehrere Versuche, mit der Stadt Eutin eine Einigung hinsichtlich der gewünschten Erweiterung zu finden, seien erfolglos geblieben. Die Stadt Eutin hatte gegen die Edeka-Pläne ihr Veto eingelegt und einer Erweiterung um höchstens 250 Quadratmeter zugestimmt. Nur das sei mit dem Eutiner Einzelhandelskonzept verträglich (die LN berichteten).

Verwirrung gibt es hinsichtlich der Flächen. Edeka wollte den Markt nach eigenen Angaben ursprünglich von 850 auf bis zu 1500 Quadratmeter vergrößern. Nicht um das Sortiment zu erweitern, sondern um breitere Gänge zu haben. Die Landesplanung wollte 1400 Quadratmeter genehmigen, sofern Eutin zustimmt. Eutin will aber höchstens 1100 Quadratmeter.

Wenn es um Supermärkte geht, gilt ein sogenanntes Beeinträchtigungsverbot. Es besagt, dass die Funktionsfähigkeit anderer zentraler Orte nicht beeinträchtigt werden darf. Laut Edeka kommt ein Gutachten der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) zu dem Ergebnis, dass bei einer Erweiterung des Hutzfelder Marktes auf 1300 Quadratmeter Verkaufsfläche das Beeinträchtigungsverbot eingehalten wird. Dieses Gutachten liege der Stadt Eutin vor, dennoch habe sie nur 1100 Quadratmetern Verkauffläche zugestimmt. „Wir hoffen weiterhin auf ein Einlenken der Stadt, so dass die Erweiterung in Hutzfeld doch noch erfolgen kann“, heißt es aus der Edeka-Expansionsabteilung.

Laut GMA-Gutachten kommen 66 Prozent der Kunden des Hutzfelder Edeka-Marktes aus der Gemeinde Bosau. 17 Prozent kommen aus Seedorf, sechs Prozent aus Glasau/Sarau und zwölf Prozent aus anderen Orten.

Im Gutachten heißt es, die angestrebte Erweiterung werde gerade mal ein bis zwei Prozent Umsatz aus der Eutiner Innenstadt und dem Nahversorgungszentrum Weidestraße abziehen, teilte Edeka weiter mit.

Unverständnis über die Eutiner Haltung und deren großen Einfluss wurde auch auf der LN-Facebook-Seite deutlich. Nutzer Wolfgang Noël: „Wenn Städte wie Bad Schwartau und die Gemeinde Ratekau gegen Ikea und Co. nichts ausrichten konnten, wie kann denn Eutin eine Erweiterung in Hutzfeld verhindern?“

Susanne Peyronnet

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!