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Ostholstein Ehrenamtler erkunden ihren Einsatzort
Lokales Ostholstein Ehrenamtler erkunden ihren Einsatzort
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21:16 20.02.2016
Einblick: Im Bereich der Hausgärten auf dem Landesgartenschau-Gelände gibt es bereits allerlei zu sehen. Dort sollen keine exotischen, sondern verschiedene Varianten heimischer Gärten gezeigt werden.

„Sie sind klasse und richtig hart im Nehmen“: Mit derartigem Lob versehen lässt sich auch bei Kälte, Wind und fiesem Schneeregen ein Marsch in der frischen Luft gut angehen. Ausgesprochen wird es an diesem Sonnabendvormittag von Claudia Ohlsen, Veranstaltungsleiterin der Landesgartenschau (LGS) in Eutin, und sie meint damit die etwa 40 Ehrenamtler, die im Zuge einer Geländeführung ihren künftigen Arbeitsplatz erkunden. Eine gute Gelegenheit, um Fragen zu stellen — und sich über das Wachsen und Werden des LGS-Areals zu informieren.

Los geht es dabei am Jungfernort, dem „Eingang Süd“ vorm Süduferpark. Wie der Vorplatz bepflanzt wird, wo die Shuttle-Busse halten, welche Funktion die „Klimawandel“-Bäume haben und was im Besucherzentrum passiert, erklären Claudia Ohlsen und Nadine Dethling vom Besucherservice ausführlich. „Hier erleben die Besucher ihren ersten tollen Begrüßungsmoment“, prophezeit Claudia Ohlsen und stößt damit bei den hochmotivierten Ehrenamtlern auf offene Ohren. „Ich finde das alles sehr spannend, Landschaftsbau ist einfach mein Thema — und Gartenschauen sind toll“, schwärmt beispielsweise Silvia Wöhrle aus Plön. Sie will sich nach Kräften einbringen: „Ich würde gern vier- bis fünfmal pro Woche auf der Landesgartenschau arbeiten, und auch an den Wochenenden.“

Entschlossen stapfen die Ehrenamtler weiter über die matschigen Wege, müssen diversen Pfützen ausweichen. Bislang haben sich 80 freiwillige LGS-Helfer angemeldet, berichtet Nadine Dethling. Einige Nachzügler könnten in den nächsten Tagen vielleicht noch aufgenommen werden, meint sie — aber im März beginnen die Trainings, und dann wäre es für weitere Einsteiger zu spät. „Viele Ehrenamtler fragen, wie die Gartenschau im Anschluss für die Bevölkerung zugänglich ist“, sagt sie, „und natürlich fragen sie auch nach den Erfolgsaussichten.“

Letzteres ist momentan wohl kaum zu beantworten. Aber an Leidenschaft der Ehrenamtler wird es der Eutiner LGS garantiert nicht mangeln. „Wir sind von der ganzen Geschichte begeistert“, sagt Hinnerk Tietjen. Er und seine Frau Helga gehören als „Best Ager“ zu den „Werbegesichtern“ für die LGS, die auf Plakaten beziehungsweise im Flyer zu sehen sind. „Wir wollen das Projekt voll unterstützen“, bekräftigt Tietjen, der seinen Einsatz als Springer anbietet.

Die Funktionsweise der ShuttleBoote wird an der Steganlage erläutert, dann geht es um die (Kunst-)Bienen auf der Landwiese. „Die Landfrauen haben 145 unterschiedliche Bienen gestaltet“, berichtet Claudia Ohlsen. Nadine Dethling kündigt den morgendlichen Treffpunkt am Besucherzentrum an, spricht über die Einsatzzeit von 9 bis 19 Uhr und die Möglichkeit, „Mobilitätshilfen“ für einige Besucher bereitzustellen.

Am künftigen Streichelzoo-Bereich reagieren vier Schafe zurückhaltend auf den überraschenden Andrang. Allerlei zu sehen gibt es schon nebenan, wo die Hausgärten entstehen. „Ein großartiges Projekt für Eutin“, findet Manja Fieberg. Sie beginnt im August ein zweites Studium und möchte vorher ehrenamtlich arbeiten. „Die Gärten, die Pflanzen — das ist alles so schön“, meint sie. „Ich möchte dort eingesetzt werden, wo ich gebraucht werde.“

So sieht es vermutlich die Mehrheit der Ehrenamtler. Auf sie warten aufregende Monate. Die Vorfreude ist groß — auf die LGS und auf gewiss besseres Wetter bei deren Start als gestern.

Sabine Latzel

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