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Ostholstein Eigentümerversammlung mit großer Brisanz im Ferienpark
Lokales Ostholstein Eigentümerversammlung mit großer Brisanz im Ferienpark
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20:32 28.10.2013
Herrlicher Blick über den Binnensee zum Ferienpark mit 1694 Wohnungen, die meisten davon Ferienunterkünfte. *Foto: Michael Kirchner

Mehr als 1000 Einladungen wurden versandt. Es wird in den Heiligenhafener Kursaal geladen. Es handelt sich nicht etwa um eine kulturelle Veranstaltung, als vielmehr um eine Sitzung der Eigentümergemeinschaft des Ferienparks. Am Sonnabend, 2. November, wird dort die Zukunft des Gebäudes mit 1694 Wohnungen geplant.

Der Urlaubsriese Ferienpark — Baujahr 1970 — ist in die Jahre gekommen, muss dringend saniert werden, um auf dem Markt bestehen zu können. Seit einem Jahr wird bereits besprochen, dass die Dächer sowie die Außenfassade saniert werden müssen. Auch müsse beim Thema Brandschutz investiert werden. Bei der Finanzierung sollen auch die Eigentümer mit ins Boot genommen werden. Variante A sei eine Sonderumlage in Höhe von 4000 Euro, die gesplittet auf vier Jahre in gleichen Teilen pro Wohnung aufgebracht werden müsse. Alternative B sei eine Wohngelderhöhung von 90 Euro pro Monat auf eine Dauer von vier Jahren. Hierüber werden die Mitglieder befinden müssen, wobei noch offen ist, in welchen Schritten und zeitlichen Abläufen all dies geschehen soll. Im März bei der nächsten Eigentümerversammlung sollen dann die nächsten Schritte wie die Auftragsvergabe besprochen werden. Es heißt, es gebe eine Eigentümer-Mehrheit, die bereit sei, diesen wichtigen Schritt zu gehen.

Dies ist die eine Seite, doch es gibt da noch eine zweite im Vorfeld der Sitzung. Intern, so bestätigen mehrere LN-Quellen, rumort es, ist die Rede von Machtkämpfen, Intrigen und es macht sogar das Wort „Betrug“ die Runde. Auch die offiziellen Ansprechpartner wie Peter Everding, immerhin der Vorsitzende des wichtigsten Gremiums, nämlich des Beirats, darf laut Satzung ohne Zustimmung seiner Eigentümergemeinschaft öffentlich nichts sagen. „Kein Kommentar.“ Die Eigentümer des Ferienparks sind ein geschlossener Kreis. Nur unter „C“ und ganz vertraulich sind Informationen zu erhaschen. So sagt ein ungenannter Eigentümer etwa, dass die Position des Beirats geschwächt werden könnte. Dieser könnte unter Umständen sogar aus seinem Amt gehoben werden. Hintergrund: Der Beirat bezichtigte die alte Verwaltung Wankendorfer, dass bei der Übergabe zur Verwaltung Krase — seit 1. Juli beauftragt — Unrechtmäßigkeiten von Seiten der Wankendorfer aufgetreten seien. Die Wankendorfer bestritt diese Vorwürfe, wurde aber per Amtsgericht-Urteil eines Besseren belehrt. Die Wankendorfer kündigte Berufung an.

Im Kursaal sollen am Sonnabend alle Themen angesprochen — und die Probleme möglichst ausgeräumt werden. Ferner sollen die Eigentümer darüber entscheiden, ob der Beiratsvorsitzende sich künftig auch öffentlich äußern darf. Diese Transparenz fehlte zuletzt.

Ferienpark
1694 Wohnungen hat der Ferienpark, 1000 sind in der Ferienvermietung.


Die Eigentümer-Versammlung ist am Sonnabend, 2. November, 10 Uhr im Kursaal. Thema: die Sanierung.

Peter Mantik

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