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Ostholstein Ein Buch gefüllt mit Fehmarn: Claudia Czellniks neues Werk
Lokales Ostholstein Ein Buch gefüllt mit Fehmarn: Claudia Czellniks neues Werk
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20:48 29.09.2017
Claudia Czellnik präsentiert am Ostseestrand von Wulfen ihr neues Fehmarn-Buch. Quelle: Foto: Schwennsen
Wulfen a. F

Vor sieben Jahren ist der Vorgänger erschienen. „Das große Buch über Fehmarn“ wurde damals zum Renner. So mancher Prominente, der sich ins Goldene Buch der Stadt eintrug, erhielt das voluminöse Mitbringsel mit auf die Heimreise. Es ist aber längst ausverkauft. Eine Neuausgabe war überfällig.

Zahlen zum Buch

„Unterwegs auf Fehmarn“, herausgegeben von Claudia Czellnik. Neuauflage 2017. 224 Seiten, etwa 800 Fotos und Abbildungen. Edition Limosa. 19,90 Euro.

Seit über einem Jahr hat Czellnik mit ganz vielen Mitstreitern an dem neuen Buch gearbeitet. Akribisch wurden Geschichten und historisches wie aktuelles Bildmaterial über die Insel gesammelt. Ihre Autoren sind allesamt ausgewiesene Kenner Fehmarns: alteingesessene Insulaner, Zugereiste und Dagebliebene, Gastgeber und Geschäftsleute, aber auch Fachleute und Wissenschaftler.

Claudia Czellnik: „Und die aussagekräftigen Fotografien bringen das Geschriebene auf den Punkt. Man sieht ihnen an, dass sie nicht aus professionellen Bilddatenbanken stammen, sondern von Menschen, denen ihre Insel am Herzen liegt und die genau wissen, welches Motiv im Jahresablauf einen Klick lohnt.“

Lohnenswert ist auch ein Vergleich mit dem Vorgänger aus dem Jahre 2010. Denn vieles von dem, was sich damals schier selbstverständlich vor aller Augen abspielte, gibt es gar nicht mehr. Events wurden eingestellt, eine Traditionsgilde wie Vereine aufgelöst, auch Fehmarns Schullandschaft hat sich kolossal verändert. Aber es gibt auch viele neue Eckpfeiler, die das Leben heute auf Fehmarn ausmachen – ob in der Kultur oder beim Wassersport.

Das neue Buch enthält 180 statt damals noch 150 Themen rund um die Insel, ist zugleich in einem neuen Format und mit veränderter Konzeption viel kompakter. Es war gar nicht so einfach, rund 800 Fotos und ganz viel Text auf 224 Seiten unterzubringen. Beim Durchblättern scheint einen manchmal die Informationsflut schier zu erschlagen.

Doch dann kommen die ersten Überraschungen. Oder wer weiß schon, dass die Reede in Gold einst wie ein Hafen genutzt wurde? Er ist genauso längst vergangene Geschichte wie der frühere Hafen Burg in Zeiten, als die Inselhauptstadt einen direkten Zugang zur Ostsee hatte. „Heute wohne ich genau in diesem Gelände“, sagte Czellnik in dieser Woche bei der offiziellen Buch-Präsentation.

Beim Treffen im Restaurant „Seeblick“ in Wulfen fiel auf: Weil viele Insulaner mitgemacht haben, war folgerichtig die Buchpremiere keine Veranstaltung im kleinen Kreis, sondern ein Ereignis mit großem Zuspruch. Denn viele, die dafür ihre eigenen Archive geöffnet haben, waren ganz neugierig auf das neue Fehmarn-Buch, das auch ein Stück ihr eigenes ist.

Gerd-J. Schwennsen

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