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Ostholstein Ein Chor für Demenzkranke
Lokales Ostholstein Ein Chor für Demenzkranke
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18:10 29.08.2018
Eutin

Der Pflegestützpunkt hat im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben sehr gute Erfahrungen mit einem Tanzkursus für Demenzkranke und Menschen mit Gedächtnisstörungen gemacht. Die Idee, mit ihnen zu singen, kam Friederike Joppich, Projektmanagerin beim Pflegestützpunkt, und Petra Marcolin, Leiterin der Kreismusikschule, nahezu parallel. In die Planung eingebunden war auch das Kompetenzzentrum Demenz Schleswig-Holstein.

Start am 25. Oktober

Der Chor „Vergissmeinnicht“ trifft sich zum ersten Mal am Donnerstag, 25. Oktober, um 10 Uhr in der Kreismusikschule, Waldstraße 13 (barrierefrei).

Nähere Informationen erteilen das Büro der Kreismusikschule unter Telefon 04521/788560 und der Pflegestützpunkt unter Telefon 04521/8306630.

Ab Ende Oktober wird Yvonne Crössmann, erfahrene Chorleiterin und Elementare Musikpädagogin, einmal wöchentlich mit einer Gruppe von 15 bis 20 Frauen und Männern singen. „Am besten ist es, wenn es Lieblingslieder der Demenzkranken sind. Da können sicher die Angehörigen Tipps geben“, sagt Crössmann. Aus ihrem privaten Umfeld ist sie mit dem Thema Demenz vertraut. „Bei diesen Menschen sind die Liedtexte von früher präsent“, berichtet die Chorleiterin. Dass sie mit ihnen gemeinsam etwas unternehmen können, gebe auch den Angehörigen viel. „Wir möchten etwas tun, damit die Erkrankten und ihre Familien ein schönes Erlebnis zusammen haben.“ Heike Steinbach, Koordinatorin des Pflegestützpunktes, will die Demenzkranken und ihre Partner, Kinder oder Betreuer ermutigen, aus den eigenen vier Wänden herauszukommen: „Beim Tanzprojekt haben wir es erlebt: Anfangs gab es eine gewisse Zurückhaltung, aber dann war es, als ob ein Schalter umgelegt worden ist.“ Fünf Damen und Herren aus der Tanzgruppe (die nicht fortgeführt werden konnte, weil die Tanzschule nicht mehr existiert) haben sich bereits als Mitsänger angesagt.

Anja Sierks-Pfaff, Geschäftsführerin der Kulturstiftungen des Kreises, der auch Träger der Kreismusikschule ist, sieht den neuen Chor als „tolles Projekt. Bei Kreismusikschule denkt man meistens an junge Schüler, aber auch Erwachsene sind unsere Zielgruppe.“ Der Ablauf der Singstunde wird einem klaren Muster folgen: zwei Gesangseinheiten, dazwischen eine Pause mit Getränk und Erzählen. Bei den Proben werden Ehrenamtliche und Pflegestützpunkt-Mitarbeiter anwesend und behilflich sein. Ein Fahr- und Begleitdienst kann organisiert werden, ist aber mit Kosten verbunden. Das Chorprojekt ist zunächst für ein Jahr geplant. In dieser Zeit ist es für die Teilnehmer kostenlos. Die Finanzierung übernehmen die Karl-Gustav-Jürgensen-Stiftung und der Pflegestützpunkt.

Ulrike Benthien

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