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Ostholstein Ein Forum für die Dorfgeschichte von Cismar
Lokales Ostholstein Ein Forum für die Dorfgeschichte von Cismar
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20:26 02.11.2017
Mit Dr. Vollrath Wiese können Interessierte im „Haus der Natur“ in Nostalgie schwelgen und Cismar wie es früher war einmal näher beleuchten. Quelle: Fotos: Billhardt
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Cismar

Am Sonnabend treffen sich Interessierte bereits zum fünften Mal. „Für einige ist es interessant, 120 Jahre zurückzublicken, als Cismar ein kleines Dorf mit sehr wenigen Einwohnern war. Andere wiederum schauen gerne darauf, wie der Ort vor 20 oder 30 Jahren ausgesehen hat“, erläutert Vollrath Wiese, der sich ansonsten eher der naturwissenschaftlichen Arbeit und dabei speziell der Schneckenforschung widmet. Er sei nicht der große Historiker, es gebe aber immer wieder Spannendes rund um Cismars Dorfgeschichte zu beleuchten – ob von der 1897 abgebrannten Dampfmühle, dem schon zur vorvergangenen Jahrhundertwende beliebten „Rüders Klosterkrug“ oder dem kaiserlichen Postamt.

Seit 2015 bietet Dr. Vollrath Wiese im „Haus der Natur“ mit der Gesprächsrunde „Cismarer Nostalgie“ eine Möglichkeit, sich über alte Zeiten auszutauschen. In dem Forum wird anhand von Fotos und Postkarten versucht, die Historie des Ortes – die Geschichte von Gebäuden und den damit verbundenen Personen – nachzuvollziehen.

Cismarer Nostalgie

Das „Haus der Natur“, Bäderstraße 26, lädt zu einem besonderen Museumstag ein. Am Sonnabend, 4. November, ab 14 Uhr geht es bei der „Cismarer Nostalgie“ um historische Bilder und Dokumente über Cismar und Umgebung.

Aber auch die jüngere Vergangenheit wird nicht vergessen. „Nebenan befand sich eine Drogerie. Doch dass davor früher in dem Haus ein kleines Café war, trat erst durch unseren Gedankenaustausch und alte Aufnahmen wieder zutage“, erläutert Wiese. „Daher freuen wir uns über jeden, der zu uns stößt und uns zu bekannten Persönlichkeiten, Häusern, Grundstücken und ganz normalen Menschen weiterhelfen kann.“ Immer wenn sich dann Neues ergibt, wird dies gleich zu den Bildern notiert.

Das Kloster mit seinen Liegenschaften in der Umgebung ist auch Teil der geschichtlichen Aufarbeitung ebenso wie das „Haus der Natur“ selbst, das noch zu ganz anderen Zeiten als Gaststätte „Lindenhof“

bekannt war. „Sie wurde von der Familie des ehemaligen Grömitzer Bürgervorstehers Walter Hagen betrieben. Aber auch Paul Lau, ein bekannter Boxer und Gründer des hiesigen Sportvereins, war Gastwirt“, erinnert Vollrath Wiese.

Einige Ordner haben sich bei dem ehrenamtlichen Museumsleiter angesammelt. Auch digital habe er so Manches „wohlgeordnet im Rechner“. Aber Vollrath Wiese ist sich sicher, dass bei den Cismaranern noch „tolle, alte Schätze“ liegen würden. Es gehe in erster Linie nicht darum, diese abzugeben, sondern sich in der Gruppe darüber zu unterhalten: „Unser Ansatz ist, in der Historie zu Cismar zu schwelgen.“ Und daraus kann sich dann schon mal mehr ergeben.

„Zusammen mit einem der Teilnehmer ist ein Ausstellungsprojekt für 2018 geplant“, klärt Vollrath Wiese auf. Dabei sollen dann alte Motive neuen Ansichten gegenübergestellt werden. Doch zunächst hofft er auf viele neue Erkenntnisse und interessante Gespräche am morgigen Tag.

Markus Billhardt

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