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Ostholstein Ein Hauch von Hollywood
Lokales Ostholstein Ein Hauch von Hollywood
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21:50 17.10.2017
Für Nick Wilder (Mitte) war die Premiere auch ein Wiedersehen mit alten Nachbarn und Bekannten aus Altjellingsdorf.
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Burg a.F

In einer Welturaufführung wurden der Kurzfilm „Living Colors“ und danach der für das Fernsehen gedrehte Krimi „Jammertal“ gezeigt. In beiden Streifen in den Hauptrollen: Nick Wilder, den es in den 1970er Jahren in die Welt hinauszog. Und der jetzt als erfolgreicher Schauspieler seiner alten Inselheimat wieder einmal einen Besuch abstattete, freudig begrüßt von zahlreichen alten Bekannten und Freunden.

 

Ausverkauftes Haus im Burger Filmtheater: Alle wollten die Premiere mit Nick Wilder, einem Sohn der Insel Fehmarn, sehen. Quelle: Fotos: Michael Kirchner

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Nick Wilder wurde am 3. Dezember 1952 auf der Insel Fehmarn geboren. Einen Überblick über seine Rollen gibt es auf seiner Homepage unter www.nick-wilder.de/filmografie

Fernsehzuschauer kennen den Spross der fehmarnschen Bauernfamilie Wilder seit 2011 als Schiffsarzt Dr. Wolf Sander in der Serie „Traumschiff“. Doch seine Filmkarriere begann schon viel früher und tatsächlich in Hollywood, wo Wilder, der sich inzwischen international eingängiger „Weilder“ ausspricht, Anfang der 1990er Jahre in dem Film „Stargate“ (mit Kurt Russell) erstmals vor der Kamera stand. Auch in „The Bourne Supremacy“ (dt.: Die Bourne Verschwörung, mit Matt Damon und Franka Potente) und zahlreichen deutschen Produktionen wirkte Wilder mit. Aktuell ist er in der Fernsehserie „Rote Rosen“ zu sehen. Verheiratet ist Wilder mit der Schauspielerin Christine Mayn, die der Premiere beiwohnte. Ihre Wohnsitze haben die beiden in Montana (USA) und in Marielyst (Dänemark).

Als Vorfilm wurde in dem vollbesetzten Burger Kino der etwa zwanzigminütige Kurzfilm „Living Colors“, Erstlingswerk der Regisseurin Alicia Hayes mit der Hintergrundmusik von William Carlos Reyes, gezeigt. Darin konnte Nick Wilder vor der Kamera einmal alle Register seines schauspielerischen Könnens ziehen und wohl auch letzte Zweifler an seinem mimischen Können überzeugen und eines Besseren belehren. „Nick busted his ass“ (deutsch: „er hat sich den A aufgerissen“), begeisterte sich die Regisseurin dann auch wörtlich in ihrer kurzen Einführung vor dem Burger Publikum. Der Film erzählt in kurzen eindrucksvollen Szenen die Geschichte der jungen Violet (Tori Archer), die gegen den Willen ihres Vaters (Nick Wilder) versucht, nach dem Tode ihrer Mutter in der gebrochenen Beziehung zu ihrem Vater zu überleben, indem sie zu malen beginnt. Die Farben entwickeln auf mysteriöse Weise ihr eigenes Leben. Nach handfesten Auseinandersetzungen zwischen Vater und Tochter kommt es darüber schließlich zur Aussöhnung.

Der Start für eine neue Karriere als Fernsehkommissar auf deutschen Bildschirmen könnte für Nick Wilder der Pilotfilm „Jammertal“ sein, der bereits tags zuvor im Kloster Eberbach im Rheingau gezeigt wurde, wie Wilder berichtete. Weil einige der wichtigsten Protagonisten auf der Fahrt von dort nach Fehmarn auf der Autobahn in einen Stau geraten waren, verzögerte sich der Beginn der Vorstellung zum Bedauern der Veranstalter um etwa 40 Minuten. Darstellerin Birge Funke zu den LN: „Ich hab mich während der Fahrt gerade noch auf dem Rücksitz in mein Kleid zwängen können, sonst wäre ich hier in Jeans aufgetreten“.

Regisseur und Produzent Etienne Heimann, mit seinen 21 Jahren der jüngste dieses Faches in Deutschland, hat das Projekt durch Sponsoren und aus eigener Tasche selbst finanziert, wie er im Anschluss berichtete. Der Rhein- Lahn-Krimi, wie er ihn nennt, spielt in der kleinen Ortschaft Katzenelnbogen, wo der Absturz eines Sportflugzeugs und das rätselhafte Verschwinden des Piloten für Aufregung sorgen. Hauptkommissar Robert Tuchowski (Nick Wilder), der erst neu aus der Großstadt aufs Land versetzt worden ist, und seine Partnerin Antje Hollweg (Birge Funke) haben einen schwierigen und vielschichtigen Fall zu lösen. In weiteren Rollen spielen Mathieu Carrière, Eva Habermann und Gedeon Burkhard.

 Michael Kirchner

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