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Ein Horrorszenario für jeden Retter

Ein Horrorszenario für jeden Retter

Damlos/Koselau – Dunkler Rauch steigt empor. Hilfeschreie von Verletzten vermischen sich mit den Sirenen von Feuerwehrfahrzeugen und Krankenwagen. Gestern gegen 14 Uhr wird im Kreis Ostholstein Großalarm ausgelöst. Zwischen Koselau und Damlos (bei Lensahn) ist ein Gelenkbus verunglückt.

Die Insassen des Autos sind schwer verletzt. Ihr Fahrzeug wurde teilweise unter einem Bus begraben.

Ostholstein. Er liegt auf der Seite, hat ein Auto unter sich begraben. Erste Informationen besagen, dass es mindestens 20, vielleicht sogar 25 Verletzte gibt. Die Einsatzkräfte sind nur Minuten nach der Alarmierung am Unfallort. Schnell steht fest, dass etwas nicht stimmt. Viele der Verletzten sind bekannt, zudem stammt der dunkle Rauch von Autoreifen, die auf dem angrenzenden Feld brennen. Durchatmen – es ist nur eine Übung.„Wir haben vor zirka sechs Wochen mit der Planung begonnen. Es wussten nur knapp zehn Leute davon“, betont Kreiswehrführer Ralf Thomsen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass zunächst niemand etwas ahnt. Die Feuerwehrleute aus Riepsdorf, Altratjensdorf, Koselau, Damlos, Lensahn sowie weitere Spezialkräfte aus dem gesamten Kreis sind hochkonzentriert. Ebenso die Sanitäter vom ASB und DRK, von Maltesern und Johannitern. Mit Hilfe einer Hydraulikpumpe heben sie den Bus, um eingeklemmte „Verletzte“ besser erreichen zu können. Parallel versuchen Kollegen, die Insassen des Autos zu befreien, indem sie das Dach vom Rest des Fahrzeuges abtrennen.Nach etwa zehn Minuten wirken die Hilfskräfte deutlich gelöster. Nun ist jedem klar, dass es nur eine große Rettungsübung ist. „Insgesamt haben wir ungefähr 200 Einsatzkräfte vor Ort. Einige wurden zwischendurch ausgetauscht, da sie zu realen Einsätzen gerufen wurden“, erklärt Thomsen und versichert: „Ein Realeinsatz geht immer vor. Wir haben Sicherheiten eingebaut und können sofort Leute abziehen, wenn wirklich etwas passiert.“Die Übung ist für den Kreiswehrführer etwas Besonderes. „So etwas können wir nur alle vier bis fünf Jahre machen. Zuletzt haben wir einen Unfall auf der Autobahn mit rund 20 Fahrzeugen simuliert. Nun hat uns die Autokraft einen Bus angeboten. Eine tolle Sache.“ Dennoch dürfe nicht vergessen werden, dass ein Unfall dieser Art eine Extremsituation ist. „Für die Einsatzkräfte ist es eines der schlimmsten Szenarios“, sagt Thomsen.Nach etwas mehr als einer Stunde haben die Rettungskräfte die meisten „Verletzten“ geborgen. Jedoch gestaltet sich die Bergung von zwei „Schwerstverletzten“ im Pkw schwierig. Ralf Thomsen erklärt: „Bei einer so hohen Anzahl an Verletzten rechnen wir, dass nach etwa einer Stunde und 20 Minuten alle Verletzten geborgen werden.“Wie die Übung geklappt hat und was verbessert werden muss, soll am kommenden Dienstag thematisiert werden. Dann treffen sich die Beteiligten zur großen Abschlussbesprechung. Thomsens Zwischenfazit fiel weitestgehend positiv aus. „Das Zusammenspiel zwischen Feuerwehr und Sanitätern hat sehr gut geklappt. Das haben auch die Kameraden zurückgemeldet. Zudem wurde am Bus sehr ruhig und konzentriert gearbeitet. Dass der letzte Verletzte erst nach 90 Minuten geborgen wurde, ist bei so einem Unfall nicht ungewöhnlich.“

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