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Ostholstein Ein Jahr Projekt „kultKIT“: Fördertopf ist noch gut gefüllt
Lokales Ostholstein Ein Jahr Projekt „kultKIT“: Fördertopf ist noch gut gefüllt
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21:01 23.02.2017
War der Star beim deutsch- dänischen Sportabzeichentag in Burg: der Däne Svend Stensgaard (93).
Fehmarn/Nykøbing

Vor einem Jahr wurde das Interreg-Projekt „kultKIT“ gestartet. Ziel ist es, die deutsch-dänische Grenzregion am Fehmarnbelt zu beleben – durch möglichst viele „Mikroprojekte“ in den Bereichen Kultur, Sport, Bildung und Freizeit. Drei Jahre läuft das Projekt, die Fördergelder umfassen rund 200 000 Euro.

Morgen in Nykøbing deutsch-dänisches Treffen – Partnersuche wird fortgesetzt.

„Und der Topf ist noch gut gefüllt“, betont Nathalia Ard vom Fehmarnbelt-Büro beim Kreis Ostholstein. Morgen findet im dänischen Nykøbing ein großes Infotreffen statt. Vorgestellt werden dort laufende Projekte, aber die Begegnung dient auch zur Projektpartnersuche. Voran die erste Bilanz: Seit Januar 2016 wurden bisher 15 Projekte in einer Größenordnung von etwa 50 000 Euro gefördert.

Weitere Projekte sind in Vorbereitung.

Sie alle versuchen, das gegenseitige Sprach- und Kulturverständnis der Deutschen und der Dänen zu verbessern. Dabei steht das Kürzel „KIT“ für: Kompetenz, Interaktion und Verständnis. Das klingt auf den ersten Blick ziemlich abstrakt. Doch im ersten Jahr wurde das Projektziel bereits mit viel Leben gefüllt. Zwei Beispiele: Der Schachverein Bad Schwartau initiierte einen Vergleichskampf mit dem dänischen „Skakklub“ in Maribo – der Gegenbesuch in Ostholstein ist für diesen Sommer geplant. Die bisher größte Veranstaltung mit über 100 Teilnehmenden fand im vergangenen September als erstes „Deutsch-dänisches Sportabzeichenfest“ in Burg auf Fehmarn statt.

Das Projekt „kultKIT“ fördert neben grenzüberschreitenden Vereinsaktivitäten auch Initiativen von Bürgern, Kulturakteuren und Künstlern sowie insbesondere Austausch zwischen Schulen. Voraussetzung ist, dass es sich um neue und innovative Aktivitäten zwischen mindestens einem deutschen und einem dänischen Partner handelt. Gefördert wurden beispielsweise das Kleingärtnerprojekt „Hibiskus“

zwischen Ratekau und Lolland mit der Insel Fejø. Zudem werden für ein erstes Kennenlern-Treffen zwischen potenziellen Projektpartnern Reisekosten aus dem sogenannten „Transport-Pool“ übernommen.

Ard: „Diese attraktive Förderung ist mit ihrem schlanken Antragsverfahren in der Region einmalig und stieß bisher auf sehr positive Rückmeldungen seitens der Antragsteller.“ Die Erfahrung zeige, dass von mehrtägigen Mikroprojekten insbesondere Kinder und Jugendliche profitieren. Ard: „Denn die Unterbringung in Gastfamilien fördert die interkulturelle Kompetenz, ebenso das Verständnis und Wissen der Teilnehmenden über die andere Region, Kultur und Sprache.“

Noch stehen bis Sommer ausreichend Mittel zur Verfügung. Genutzt werden können sie in der gesamten Partnerregion. Dazu gehören neben dem Kreis Ostholstein auch die Stadt Fehmarn, der Kreis Plön und die Hansestadt Lübeck auf deutscher Seite sowie auf dänischer Seite die Kommunen Lolland, Guldborgsund, Vordingborg und Næstved.

Infos und Kontakte

Infotreffen: Morgen, 25. Februar, von 10 bis 13 Uhr in Nykøbing/Falster in der Kantine der Zeitung „Lolland Falster Folketidende“ (Tværgade 20).

Eine Anmeldung ist notwendig und erfolgt bei der Projektberatung beim Kreis Ostholstein: Nathalie Ard ist erreichbar per Mail an info@fehmarnbelt-portal.de oder unter Tel. 04521/788

275.

Weitere Infos gibt es unter: www.kultkit.eu.

Gerd-J. Schwennsen

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