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Ostholstein Ein Maskenball im Wunderland
Lokales Ostholstein Ein Maskenball im Wunderland
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07:07 04.07.2017
Sorgen für Licht, Musik und Ton (v. l.): Florian Affeldt, Marvin Stahnke, Fynn Böckenhagen und Lehrer Benjamin Groß.
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Eutin

Mit ihrer Theaterkarte lösen die Zuschauer morgen das Ticket für eine Reise in die Welt der Fantasie. Denn das Stück Alice des Theaterkurses der Wilhelm-Wisser-Gemeinschaftsschule spielt nicht nur mit den Motiven der bekannten Geschichte von „Alice im Wunderland“. Es verknüpft deren Elemente mit einem Netz aus Liebesverwirrungen und dem Spiel mit Identitäten, wie man es aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß kennt.

Theaterkursus der Wisser-Schule kooperiert mit den Eutiner Festspielen – Premiere ist morgen um 17 Uhr.

Diese Verbindung kommt nicht von ungefähr, sondern ist das Ergebnis einer Kooperation der Schule mit den Eutiner Festspielen. Als das Angebot für ein gemeinsames Projekt aus der Opernscheune gekommen sei, habe man zugesagt, berichten die verantwortlichen Lehrkräfte Sonja Tzschätzsch und Benjamin Groß. Unter ihrer Anleitung haben die 16 Jugendlichen im Wahlpflichtunterricht (WPU) „Darstellendes Spiel“ die Handlung erarbeitet, Rollen skizziert, Text und Musik geschrieben und viel Zeit in die Proben investiert.

„In diesem Jahr ist schon alles eine Nummer größer“, sagt Tzschätzsch. Denn die Zusammenarbeit mit den Festspielen ist weit mehr als eine Willensbekundung: Aus dem Fundus kommt ein großer Teil der aufwendigen Kostüme, Intendantin Dominique Caron hat den kreativen Prozess begeistert und sehr interessiert verfolgt. Mit dem Großen Torhaus steht zudem ein besonderer Aufführungsort zur Verfügung.

Entsprechend intensiv sind die Vorbereitungen abgelaufen: die Ulbrich-Stiftung ermöglichte dem Kursus eine Probenwoche in der Bildungsstätte Jugendhof Scheersberg und mit Folke Witten-Mirade stand der Truppe ein Theaterpädagoge zur Seite. „Dadurch lernen auch wir ganz viel“, erzählt Benjamin Groß. Seine Kollegin Tzschätzsch ergänzt: „Alle sind motiviert und voll dabei.“ Eine Einschätzung, die für die Technikcrew genauso gilt wie für die Akteure im Scheinwerferlicht.

Was den Beteiligten viel Kraft und Energie abverlangt, kommt für das Publikum – so viel darf nach einem Probenbesuch verraten werden – federleicht und farbenfroh daher. Auch darin ist Alice der Fledermaus verwandt und besticht mit einem Ensemble, dessen Spielfreude mitreißt, Gesang, Tanz, Gefühl – kurz: mit allem, was Theater so faszinierend macht.

Aufgeführt wird Alice morgen um 17 Uhr und am Montag, 10. Juli, um 19 Uhr im Großen Torhaus. Der Eintritt kostet sieben Euro für Erwachsene, für Besucher bis 18 Jahre frei Euro.

Karten gibt es im Sekretariat der Schule und an der Festspielkasse. In der Opernscheune werden zudem Masken zur „Fledermaus“ gezeigt, die im Kunstprojekt der Schule gefertigt wurden.

 Astrid Jabs

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