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Ostholstein Ein Masterplan für Lensterstrand
Lokales Ostholstein Ein Masterplan für Lensterstrand
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20:43 12.04.2017
Im Speisesaal des Jugendcamps Grömitz werden die Stärken und Schwachpunkte von Lensterstrand herausgearbeitet. Quelle: Fotos: Sebastian Rosenkötter

Kreis und Land fordern einen Masterplan von der Gemeinde Grömitz für Lensterstrand. Ohne diesen darf dort kaum etwas baulich verändert werden. Der Tourismus-Service hat darauf reagiert und am Dienstagabend zu einem Workshop im Jugendcamp Grömitz eingeladen. Neben diversen Leistungsanbietern wie Campingplatzbetreiber und Vertreter der Jugendcamps beteiligten sich auch Besitzer von Ferienhäusern und Kommunalpolitiker.

Janina Kononov, Marketing-Leiterin des Tourismus-Service, erläuterte vorab, dass es darum gehe, bis zum Herbst einen Plan für die kommenden 15 Jahre zu entwickeln. Ziel sei die touristische Aufwertung. „Das alles ist noch sehr theoretisch. Heute spielen wir ,Wünsch dir was’“, sagte Kononov. Es gehe darum, Ideen und Stimmungsbilder zu sammeln.

Die Moderation übernahm Dr. Martin Linne von der Gesellschaft für Tourismus-Forschung. Er betonte, dass es immer wieder Investoren gebe, die gerne in der Gegend tätig werden würden. „Wir brauchen eine Richtschnur“, erläuterte er. Nur so könne man den Investoren klarmachen, was in Lensterstrand gewünscht und somit überhaupt baulich möglich sei.

Statt eines Vortrages setzte Dr. Martin Linne auf die Mitarbeit der Anwesenden. Anhand verschiedener Fragestellungen sollten die Stärken und Schwächen von Lensterstrand herausgearbeitet werden. Dabei wurde deutlich, dass einige Bereiche der Infrastruktur nicht mehr zeitgemäß sind und dringend überarbeitet werden müssten. Dies gilt insbesondere für den Zustand mehrerer Jugendcamps, die nach Angaben der Betreiber dennoch gut nachgefragt seien. Die Teilnehmer beteiligten sich rege und lobten vor allem den Erholungs-Faktor, die Natürlichkeit und die Ruhe, die Lensterstrand ausmache.

Bürgermeister Mark Burmeister (parteilos) sagte, dass er im Unterschied zu Grömitz keine großflächige Bebauung sehe. Lars Widder, Betriebsleiter Verwaltung und Finanzen des Tourismus-Service, meinte, dass er außer dem Strand nicht viel Natur erkennen könne.

Die meisten der Anwesenden waren sich einig, dass die Themen Natur, Erholung und Jugend bei der Entwicklung im Vordergrund stehen sollen. Als störend empfinden sie fehlende Infrastruktur für Jugendliche. Unter anderem wurde moniert, dass die Camps keine festen Bauten verwirklichen dürften. Große Zelte und auch Gemeinschaftsduschen seien einfach nicht mehr zeitgemäß.

Um den Zustand zu verbessern, schlugen die Workshop-Teilnehmer unter anderem eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, die flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet, zeitgemäße Gastronomie sowie eine grundlegende Modernisierung bestehender Unterkünfte vor.

Alle Ergebnisse sollen nun von Dr. Martin Linne und dem Kieler Landschaftsarchitekten Arne Siller ausgewertet werden. Anschließend werden sie in einem Arbeitskreis weiter behandelt und die Entwicklung des Masterplanes vorangetrieben.

Das ist Lensterstrand

Das Gebiet Lensterstrand liegt wenige Kilometer nördlich des Grömitzer Zentrums. Neben zahlreichen Campingplätzen befinden sich dort mehrere Jugendcamps und Ferienhäuser.

Am Strand gibt es keinerlei Strandkörbe, aber eine Fläche für Hunde. 2012 wurde ein Erlebnis-Zentrum eingeweiht. Dazu zählen Hochseilgarten, Minigolfplatz und Aussichtsturm.

Das Projekt, bestehend aus Küstenschutz, Straßen-, Promenaden- und Landschaftsbau, kostete rund 3,4 Millionen Euro.

Sebastian Rosenkötter

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