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Ostholstein Ein Sänger hat Heimat
Lokales Ostholstein Ein Sänger hat Heimat
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20:10 13.02.2016
Bodo Maria auf der Maritim-Seebrücke in Timmendorfer Strand: Der gebürtige Kieler schätzt den Norden und die Seeluft. Quelle: S. Latzel
Timmendorfer Strand

Er ist seit einiger Zeit im Ruhestand, 72 Jahre alt — und will es noch einmal wissen: Bodo Maria, in Timmendorfer Strand lebender Sänger und Entertainer, hat ein neues Album herausgebracht. Es heißt „Ich habe Heimat“ und birgt, wie die Formulierung andeutet, „Lieder mit viel Heimatduft“, so der Volksmusiker. Die Stücke stammen seinen Angaben nach alle vom bekannten Schlager-Komponisten Christian Bruhn. „Das sind Hits“, sagt Bodo Maria.

Den Album-Titel habe er bewusst gewählt, erklärt der studierte Betriebswirt. „Man muss sich von den Anderen unterscheiden“, meint er, „sonst guckt keiner.“ Die Regeln des Musik-Business‘ kenne er seit Jahrzehnten. Bodo Maria Schäfer — so der bürgerliche Name des Sängers — berichtet, dass er als Sohn eines Kieler Musikdirektors schon früh Gesangs- und Klarinettenunterricht genommen habe. Viel tun musste er für seine Stimme nicht, meint Bodo Maria, „Gott hat mir viel geschenkt“.

Viele Jahre arbeitete er in Frankfurt am Main, absolvierte „nebenbei“ jedoch zahlreiche Auftritte „in aller Welt“. Gefallen habe ihm Australien, sagt Bodo Maria, „und Japan war auch gut“. Als Ruheständler zog er mit seiner Frau vor zehn Jahren nach Travemünde und wechselte vor fünf Jahren nach Timmendorfer Strand. Seither bietet er auch Buchungen für Veranstaltungen an, dazu verschiedene Themen — „Advent“ oder „Schiffsgeruch“, „Volkstümliche Hitparade“ oder „Russische Klänge“. Er singe häufig in der Region, berichtet Bodo Maria, in der Trinkkurhalle, im Maritim-Seehotel oder für die Lübecker Sommeroperette. „In Travemünde bin ich an jeder Ecke aufgetreten“, verrät er schmunzelnd: „Dort muss ich durch die Nebenstraßen gehen, wenn ich nicht erkannt werden will.“

Er beherrsche die Stimmlagen Bass und Tenor, erklärt der 72-Jährige. „Ich singe hauptsächlich Volksmusik, und Kirchenlieder, etwa die Kultstücke von Ivan Rebroff wie das ,Wolgalied‘ oder ,Das einsame Glöckchen‘.“ Aber auch Seemannslieder und Oldies wisse er zu schätzen. Der Komponist Christian Bruhn („Marmor, Stein und Eisen bricht“, „Ein bisschen Spaß muss sein“, „Heidi“) habe eine seiner CDs gehört „und war begeistert“, sagt Bodo Maria. So sei schließlich das aktuelle Album auf den Weg gebracht worden. „Es geht um das Gefühl Heimat“, erklärt der Sänger. „Mein Publikum ist 50 plus, da brennt das Herz, da gebe ich alles.“ Echte Hingabe sei entscheidend bei den Auftritten: „Wenn der Künstler die Bühne betritt, muss sich die Temperatur verändern.“

Derzeit trete er ungefähr einmal im Monat auf. „Ich bin kein Jahrmarktsbuden-Sänger, sondern biete Entertainment mit Niveau“, betont Bodo Maria. „Ich imitiere niemanden, ich habe meinen eigenen Sound.“ Er strebe durchaus an, seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen, gibt Bodo Maria freimütig zu. Häufigere Einsätze seien für ihn kein Problem. „Ich würde mich aber nicht verschleißen wie Helene Fischer“, schränkt er ein. Doch er habe gute Melodien und wolle weitergehen: „Ich bin noch jung, ich habe noch so viel Potenzial.“

Auftritt mit der Sommeroperette im Lübecker Volkstheater Geisler

„Meine Welt ist die Musik“ heißt das Konzert, bei dem Bodo Maria am Sonntag, 17. April, im Lübecker Volkstheater Geisler (Dr.-Julius-Leber-Straße) gemeinsam mit der Sommeroperette Lübeck auftreten wird. Gesungen werden dabei Lieder des Komponisten Christian Bruhn, die Leitung hat Musikdirektor Michael P. Schulz. Das Konzert beginnt um 14.30 Uhr. Karten kosten zehn Euro das Stück, sie können bei der Sommeroperette unter Telefon 0451/69813 bestellt werden.

Weitere Informationen über Bodo Maria, seine Biografie, seine bisherigen CDs und eine kleine Hörprobe finden sich im Internet unter der Adresse www.bodo-maria.de. Das neue Album gibt es im digitalen Handel.

Sabine Latzel
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