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Ostholstein Ein eigener Beirat für Oldenburgs Jugend
Lokales Ostholstein Ein eigener Beirat für Oldenburgs Jugend
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00:00 12.10.2012
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Ostholstein

Oldenburgs Jugend bekommt ein eigenes Sprachrohr in der Stadt. Am 30. November dürfen die 663 Jugendlichen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren einen Jugendbeirat wählen. Nach der heftigen Kritik an der mangelnden Beteiligung der Jugend bei der Planung des neuen Jugendtreffs an der Wagrienschule startet die Stadt Oldenburg damit einen Versuch, die jungen Einwohner künftig besser in politische Entscheidungen einzubinden. Ein erster Versuch vor einigen Jahren war fehlgeschlagen.„Der Jugendbeirat ist für Oldenburg eine große Chance“, sagt Bürgervorsteher Helmut Schwarze (CDU). Er hoffe, dass sich möglichst viele engagierte junge Menschen für das maximal siebenköpfige Gremium finden. Interessenten können sich ab sofort im Rathaus melden. Schwarze hofft auf ein interessiertes aber auch starkes Gremium, in dem jüngere und ältere Jugendliche vertreten sind. Er erwartet allerdings auch, dass die Jugendlichen sich nicht nur politisch engagieren, sondern auch etwas für die Jugend organisieren.Der SPD-Stadtvertreter und stellvertretende Bürgermeister Volker Lohr freut sich auf den Jugendbeirat. „Es ist gut, dass die Jugend nun Gelegenheit bekommt, sich direkt einbringen zu können. So haben sie auch das Gefühl, wirklich in Entscheidungen eingebunden zu sein“, sagt Lohr. „Die können uns erzählen, wo der Schuh drückt.“ Allerdings würde sich Lohr auch wünschen, dass mehr junge Leute bei der nächsten Kommunalwahl antreten würden. „Ich kann aber auch verstehen, wenn die jungen Leute erst einmal ihr eigenes Leben organisieren wollten“, so Lohr. Hans-Jürgen Löschky (FDP): „Ich sehe die Entwicklung sehr positiv, hoffe aber auch, dass sich der Jugendbeirat den Sachen auch wirklich annimmt.“ Das sei in der Vergangenheit leider nicht immer so gewesen. FBO-Fraktionschef Wolfgang Seidel sagt: „Wenn die Jugend der Stadt bereit ist, da mitzumachen, kann das nicht schlecht sein.“ Allerdings hänge der Erfolg natürlich immer von den jeweiligen Personen ab. Das sei aber auch in anderen Bereichen so. Ähnlich sieht es auch Dietmar Gruel (SPD). „Der Beirat ist eine gute Sache. Ich hoffe nur, dass von den Jugendlichen jetzt auch eine entsprechende Resonanz kommt.“Gewählt wird der Kinder- und Jugendbeirat der Stadt Oldenburg am Freitag, 30. November, durch die Vollversammlung der Oldenburger Jugend. Er besteht aus mindestens fünf, aber maximal sieben Mitgliedern. Die Satzung sieht vor, dass der Beirat mindestens viermal im Jahr zusammenkommt sowie jährlich eine Jugendvollversammlung einberuft. Von der Stadt muss der Beirat über alle grundsätzlichen Fragen der Jugendarbeit und Jugendpolitik sowie über jugendrelevante Planungen und Maßnahmen unterrichtet werden. Der Beirat kann Anträge in Stadtverordnetenversammlungen und Ausschusssitzungen stellen. Außerdem hat der Vorsitzende in seinem Themenbereich Rederecht. Für seine Arbeit erhält der Jugendbeirat von der Stadt „angemessene Mittel zur Verfügung“. Für die Mitglieder gibt es ein Sitzungsgeld von 7,50 Euro.

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