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Ostholstein Ein halbes Jahrhundert Burger Orgelmusiken bei Kerzenlicht
Lokales Ostholstein Ein halbes Jahrhundert Burger Orgelmusiken bei Kerzenlicht
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20:54 05.07.2016

Kirchenmusikdirektor Johannes Schlage freut sich auf die neue Saison, die heute Abend beginnt. Dabei hat er gerade erst am Sonntag mit rund 200 Sängern der Kantorei, Gesangssolisten und Instrumentalisten das Haydn-Oratorium „Die Schöpfung“ erfolgreich abgeschlossen – ein großes Projekt, das die Mitwirkenden bis zur Landesgartenschau nach Eutin führte.

 

Kirchenmusikdirektor Johannes Schlage (Burg): Am 17. August bestreitet er selbst eine „Burger Orgelmusik bei Kerzenlicht“. Quelle: Schwennsen
Blick auf die Kleuker-Orgel in der St.-Nikolai-Kirche. Quelle: privat

„Es ist eine besondere Atmosphäre mit Kerzenlicht.“Johannes Schlage, Kirchenmusikdirektor

Jetzt folgt die kleine Konzertreihe mit sechs Gastspielen bis Mitte September. Schlage: „Im Mittelpunkt steht alle zwei Wochen die St.-Nikolai-Kirche mit der Kleuker-Orgel und der besonderen Atmosphäre mit Kerzenlicht.“

Gestartet wurde die Reihe 1966 von Kirchenmusikdirektor Thomas Dittmann, Schwiegersohn des Burger Pastors Richard Trede und damals Kantor sowie Organist an der St.-Katharinen-Kirche in Hamburg. Seine Schwägerin, die Burger Organistin Annedore Jessen, führte die Konzertreihe weiter, bis Johannes Schlage sie ab 1987 fortsetzte.

Zahlreiche Organisten aus der ganzen Welt waren schon auf der Insel zu Gast. Sie kamen eigens aus Australien, Kanada, USA oder Russland, ebenso aus Tschechien, Polen, Österreich oder Frankreich. Und fanden alle in Burg ein begeistertes Publikum. Dafür stehen exzellente Musiker sogar Schlange. Denn Schlage hat oft die Qual der Wahl, kann gar nicht alle Anfragen annehmen. Der Konzertplan steht bereits lange vorab fest. Mit einem kleinen Hintertürchen: Dank langjähriger Kontakte findet er schnell einen Ersatz, sollte doch einmal ein Musiker kurzfristig ausfallen.

50 Jahre „Burger Orgelmusiken bei Kerzenlicht“: Diese ganz besondere Atmosphäre war von Anfang an die große Besonderheit. Früher fanden die Konzerte im Sommer sogar wöchentlich statt, inzwischen erklingen sie alle 14 Tage.

Vor allem viele Urlauber nutzen dieses herausragende kirchenmusikalische Angebot. Im Schnitt kommen zwischen 50 und 100 Zuhörer – für Orgelmusik ein erstaunlich anhaltender Zuspruch. Dennoch hegt Schlage insgeheim einen Wunsch: „Ein Konzertbesuch lohnt sich auch einmal für Einheimische.“

Manchmal wird die Orgel übrigens durch ein zweites Instrument unterstützt. Wie heute Abend ab 20 Uhr: Eröffnet wird die Reihe dann mit einem Konzert „Viola und Orgel“. Semjon Kalinowsky (Viola) und Fredrik Albertsson (Orgel) bringen Werke von Henry Eccles, Felix Mendelssohn Bartholdy, Max Bruch, Jehan Alain, Joseph Gabriel Rheinberger und anderen zu Gehör. Karten für 12 Euro gibt es ab 19.15 Uhr an der Abendkasse.

90 Jahre Bläserchor

Ein zweites Jubiläum gibt es 2016 in der St.-Nikolai-Kirchengemeinde. Denn auf sein 90-jähriges Bestehen kann der Bläserchor zurückblicken. Auch hier spielt die Familie des früheren Burger Pastors Richard Trede (1924-1960) eine zentrale Rolle.

Ein Jubiläumskonzert erklingt am Sonnabend, 8. Oktober, ab 17 Uhr in der Burger St.-Nikolai-Kirche. Unter der Leitung von Johannes Schlage und Maren Wassermann wirken der Bläserchor, die Kantorei und der Gospelchor „fire & soul“ mit.

 Gerd-J. Schwennsen

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