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Ostholstein Ein neuer Ort fürs Miteinander
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23:12 03.11.2017
Sie legen den Grundstein (v. l.): Führer der Ortsfeuerwehr Thomas Brede, Bürgermeisterin Hatice Kara, Petra Begier, Sandra Radünz und Ute Frank vom Dorfvorstand sowie Pastor Thomas Vogel. Quelle: Fotos: Saskia Bücker
Groß Timmendorf

„Durch die Doppelnutzung können Kosten gespart werden“, erklärt Architekt Jörn Jahnke das Konzept des Neubaus. 1, 42 Millionen Euro nimmt die Gemeinde dafür in die Hand, rund die Hälfte der Kosten trägt die Aktivregion Innere Lübecker Bucht.

Das Fundament ist gelegt, die erste Wand geschichtet: Am Freitag feierten die Bewohner der Dorfschaft Groß Timmendorf die Grundsteinlegung eines neuen Dorfgemeinschaftshauses. Auch die freiwillige Feuerwehr wird sich dort bald treffen und ihr Löschfahrzeug parken.

Seit 2012 schon laufen die Planungen. Vor drei Monaten ging es los, die alte Schule im Dorfzentrum wurde für den Neubau abgerissen. Seitdem werkeln die Bauarbeiter an der lang ersehnten Anlage. „Das Richtfest ist für Ende Januar 2018 geplant“, sagt Jahnke. Ende nächsten Jahres sei das Gebäude bezugsfertig. Mit Problemen bei der Fertigstellung rechnet er nicht.

Bisher belegte die freiwillige Feuerwehr ein eigenes Gerätehaus. Der Dorfchor, der Strickkreis, das Seniorencafé und die Krabbelgruppe trafen sich im alten Schulgebäude. Das Problem: Marode Wände, zu wenig Platz, keine sanitären Anlagen für Männer, Frauen und Behinderte gleichermaßen.

All das komme nun mit dem neuen Gebäude: „Wir planen einen großen Gemeinschaftsraum, den man in der Mitte teilen kann“, sagt Architekt Jahnke. „So können zwei Veranstaltungen gleichzeitig stattfinden.“ Der Bereich für die 23 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Groß Timmendorf werde zweigeschossig. Der Löschwagen finde darin genug Platz, ebenso die Ausrüstungsgegenstände wie Atemschutzmasken, Helme und Schläuche.

Das Dorfgemeinschaftshaus werde das „Wir-Gefühl“ stärken, sagte Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD) bei der feierlichen Grundsteinlegung. „Früher stand hier die alte Schule. Sie förderte für viele ein Stück Identität, Historie und Gemeinschaft“, sagte sie, „und das soll auch mit dem neuen Gebäude so bleiben.“ Sie begrüßt das Zusammenlegen von Gemeinschafts- und Gerätehaus der Feuerwehr.

Schließlich sei die Einrichtung gerade in ländlichen Gebieten das Bindeglied zu den Bewohnern.

Auch Lars Wellmann vom Kreisfeuerwehrverband überbrachte den Groß Timmendorfern Grußworte: „Den Bau eines Gebäudes wie dieses erleben die meisten im Dorf sicherlich nur einmal im Leben.“ Der Standort für Feuerwehr und Dorfgemeinschaft sei ein zentraler Treffpunkt für Jung und Alt.

Gemeindepastor Thomas Vogel erinnerte bei seiner Segensansprache daran, dass Timmendorf manchmal auch kalt sein könne: „Dann wollen Einzelne über alle bestimmen. Es ist gut, dass die Gemeinde in letzter Zeit näher zusammen gefunden hat.“

Bis das neue Gebäude fertig ist, müssen die Groß Timmendorfer derzeit noch etwas näher zusammenrücken. „Wegen fehlender Räumlichkeiten verlagern wir viele Veranstaltungen wie das Seniorencafé und die Chorproben ins Private“, sagt Sandra Radünz vom Dorfvorstand. Einige müssen jedoch pausieren: die Sportgruppe und der Dorfschnack. Den vermisst Radünz besonders. „Aber bald geht es ja weiter.“

Von Saskia Bücker

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