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Ostholstein Ein schmuckes Arbeitsleben
Lokales Ostholstein Ein schmuckes Arbeitsleben
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20:36 11.10.2016
Nach dem gemeinsamen Arbeitsleben freuen sich Ursula und Dieter Schönke auf Freizeit und Freiheit. Quelle: Fotos: Aj

Er kann sich noch gut an eine Zeit erinnern, als im väterlichen Geschäft acht Uhrmacher in der Werkstatt beschäftigt waren. Schon als Kind wusste Dieter Schönke beim Spiel zwischen Chronographen und Münzen, dass hier seine Zukunft liegen würde. Nun stehen die Uhren auf Abschied vom Berufsleben, Anfang 2017 schließt sein Eutiner Traditionsgeschäft. 1869 von Johannes Lett gegründet, war es seit 1952 im Familienbesitz der Schönkes. Hier hat Dieter Schönke das Handwerk des Vaters gelernt, es zum Ehrenobermeister der Uhrmacherinnung und zum Kaufmann für Uhren, Gold-und Silberwaren gebracht.

Dieter Schönke in den 1950er-Jahren.

In den 1970er-Jahren kam der Umzug von der Königstraße an die heutige Adresse Am Rosengarten. Seit 1986 führt er das Geschäft in Eigenregie, aber nicht allein. An seiner Seite stand und steht Ehefrau Ursula, eine Frau vom Fach. Kennengelernt haben sie sich 1970 auf einer Tagung. Und nachdem der oft zurückgelegte Weg von Köln, wo Ursula Schönke in einem Schmuckgeschäft arbeitete, nach Eutin und umgekehrt ungezählte Stunden Schlaf und beider Autos gekostet hatte, zog sie zu ihm nach Eutin: „Ohne meine Frau wäre das alles nichts gewesen“, sagt Dieter Schönke. Gemeinsam erinnern sie sich an viele Erlebnisse und den großen Kreis der Stammkunden: „Einer war dabei, der handelte immer den Preis herunter und steckte seine Ersparnis dann in das Sparschwein für die Mitarbeiter“ erzählen sie. Neben der Nähe zu den Menschen war die Verbundenheit zu Eutin ein feste Größe: Der Ehrenring der Stadt, 1962 erstmals verliehen, wurde in der Schönkeschen Werkstatt gefertigt, und mit dem Eutin-Ring hat man einen echten Schlager aufgelegt: Fast 600 Mal hat er sich bisher verkauft.

Nun wird ein Nachfolger für das Geschäft gesucht, es wird bundesweit beworben, die Stadtmanagerin hat sich auch bereits gemeldet. Die Schönkes werden das in Ruhe verfolgen, ebenso wie sie die Stadtentwicklung mit Interesse begleiten. Dieter Schönke freut sich auf mehr Zeit für die Schützengilde, für Reisen und Erholung.

aj

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