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Ostholstein Ein vielseitiges, erfahrenes Trio
Lokales Ostholstein Ein vielseitiges, erfahrenes Trio
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20:21 25.01.2016
Das sind die ,Neuen‘ in der Opernscheune: die Dirigenten Romely Pfund (links) aus Lübeck sowie Leo Siberski aus Kiel und Chorleiterin Doris Vetter aus Hamburg. Quelle: Fotos: Benthien

Sie kennen sich erst kurz, aber die Wellenlänge scheint zu stimmen. „Ich bin das Hähnchen im Korb“, scherzte Leo Siberski, eingerahmt von Romely Pfund, Doris Vetter, Dominique Caron und Sabine Kuhnert. Siberski und Pfund übernehmen in der Spielzeit 2016 ein Gastdirigat bei den Eutiner Festspielen, Vetter ist neue Chorleiterin. Intendantin Caron und Geschäftsführerin Kuhnert stellten das Trio gestern offiziell in der Opernscheune vor.

„Riesenerfahrung“ bescheinigte Dominique Caron der gebürtigen Dresdnerin Romely Pfund, die an der dortigen Carl-Maria-von-Weber-Hochschule für Musik studiert hat und fast schon damit prädestiniert ist, den „Freischütz“ zu dirigieren. „Das ist für mich eine große Ehre, zumal zu diesem besonderen Datum“, sagte sie. Die Eutiner Festspiele feiern im Jahr der Landesgartenschau ihre 66. Spielzeit und ihr 65- jähriges Bestehen. Romely Pfund, die schon die Dresdner Philharmonie und das Leipziger Gewandhausorchester geleitet hat, lehrt seit 2013 als Dozentin an der Musikhochschule Lübeck (Musikalisches Ensemble, Dirigieren, Partienstudium). Freiluftaufführungen sind ihr aus ihrer Karriere hinreichend geläufig: „Ich bin mir der Chancen der Freilichtbühne bewusst, aber auch ihre Tücken sind mir bekannt.“

Ebenso wie Romely Pfund traut Dominique Caron Dirigent Leo Siberski zu, „uns mit neuen Ideen weiter nach vorne zu bringen“. Er war von 2011 bis 2015 stellvertretender Generalmusikdirektor und Erster Kapellmeister am Theater Kiel und wird dort weiterhin als Gastdirigent wirken. In seiner Vita tauchen etliche namhafte Stationen auf, er arbeitete unter anderem mit den Dirigenten Daniel Barenboim und Kent Nagano zusammen. Seine „Cross- Over-Projekte“ begeistern die Eutiner Intendantin. „Ich spanne mich gern weit auf“, so Siberski. In der neuen Spielzeit wird er „Carmen“ und den „Vogelhändler“

dirigieren. „Mit ,Carmen‘ habe ich meine erste Begegnung im Kinderchor gehabt“, berichtet er schmunzelnd, in Bielefeld hat er Bizets Oper bereits dirigiert. Die Musik des „Vogelhändlers“ findet er „ganz zauberhaft, ich möchte den Wiener Ursprung mehr unterstreichen“.

Doris Vetter, weiteres Mitglied aus Carons „toller Mannschaft“, freut sich, „mit so renommierten Dirigenten arbeiten zu können“. Auch ihr musikalischer Werdegang liest sich imponierend. „Vielseitig, erfahren, begeisterungsfähig“, das schätzt Intendantin Caron an ihr. Den Eutiner Festspiel-Chor nennt Doris Vetter aufgrund seiner Zusammensetzung aus Profis, Studenten und Laien „einen sehr unüblichen Chor“. Die Bezeichnung Laien will sie aber keinesfalls als zweitklassig verstanden wissen — und erhält dabei sofort Unterstützung von Leo Siberski: „Sie sind nichtprofessionell. Aber ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Leidenschaft in Menschen steckt, wenn sie angefeuert werden.“ Diese Leidenschaft will Doris Vetter, selbst auch ausgebildete Sängerin, wecken. Die Proben mit dem Kinderchor beginnen noch in dieser Woche, 18 Interessenten wollen für den Eutiner Extra-Chor vorsingen.

Sie fühle sich der Qualität der musikalischen Vergangenheit verpflichtet, sagt Dominique Caron. Mit den Neuzugängen sei diese gewährleistet. ben

Rabatte für Senioren, Schüler und LGS-Gäste
„Der Freischütz“ wird zum Saisonauftakt am Freitag, 24. Juni, um 20 Uhr auf der Bühne am See gespielt.



Die Premiere von „Carmen“ folgt am Freitag, 8. Juli, um 20 Uhr. „Der Vogelhändler“ steht am Mittwoch, 20. Juli, erstmals auf dem Programm.



Der Münchner Motettenchor bringt gemeinsam mit der Eutiner Kantorei am Sonnabend, 2. Juli, um 20 Uhr die „Carmina Burana“ auf die Bühne.



Karten für alle Vorstellungen können unter Telefon 04521/80010 geordert werden, auch per E-Mail an die Adresse ticket@eutiner-festspiele.de.

Mit Rabatt-Extras wollen die Eutiner Festspiele 2016 folgenden Gruppen entgegenkommen:



Schüler und Studierende erhalten einen Erlebnis-Rabatt von 20 Prozent. Schwerbehinderten wird ebenfalls ein Nachlass von 20 Prozent gewährt (das Vorzeigen der entsprechenden Ausweise ist dafür erforderlich).



Bei Vorlage einer LGS-Tageskarte räumen die Festspiele einen Landesgartenschau-Rabatt in Höhe von zehn Prozent ein. Diesen erhalten auch Inhaber der Lübecker Senioren- und Freizeit-Card sowie Inhaber der NDR-Kultur-Karte.

LN

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