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Ostholstein Einblicke in besondere Bauten Ostholsteins
Lokales Ostholstein Einblicke in besondere Bauten Ostholsteins
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22:14 10.06.2017
Berühmt ist Klingberg als Wiege der Frei-Körper-Kultur (l.); dort von Paul Zimmermann 1926 begründet. Heute zeigen die Architekten Rainer Struve und Christian Bielke (r., v. l.) den Neubau der Badeanstalt. Quelle: Fotos: Zill/ln-Archiv

Landesweit gewähren Architekten in 25 Städten beim Tag der Architektur an diesem Wochenende Einblicke in 36 kürzlich fertiggestellte Objekte. Auch in Ostholstein stellten die Planer ihre Projekte vor, dabei war die neue Badeanstalt in Klingberg aufgrund ihrer langen Tradition ein besonderer Anlaufpunkt. Rainer Struve und Christian Bielke des Eutiner Büros „Bielke und Struve“ freuten sich über die Gäste, die sie bei einem Rundgang über den Neubau informierten.

In Form und Farbe passt sich die 2016 fertiggestellte Badeanstalt der natürlichen Umgebung mit Wald und See an. Quelle: Fotos: Zill/ln-Archiv

Die in den 1920er-Jahren als Mekka der Frei-Körper-Kultur überregional bekannt gewordene Badestelle bekam 1976 ein achteckiges Gebäude, das 2015 abgerissen wurde. Im Oktober 2015 begann der Bau eines neuen Gebäudes, das durch Struve und Bielke für 1,6 Millionen Euro im Juni 2016 fertig gestellt wurde. Es beinhaltet einen Zweckbau mit Umkleiden, Toiletten, einer von den Klingbergern gewünschte Sauna und einen Raum für die DLRG. In einem zweiten Trakt, der mit dem anderen durch einen Torbogen verbunden ist, befindet sich ein Restaurant. Heller Ziegelstein, graue hochfeste Kunststoffplatten, grüne Elemente, flache Ecken und schräge Konturen, eine Verglasung im Restaurant zum See hin fügen das Objekt in ihre Umgebung gut ein.

„Das Gebäude und die Natur sollen eine Verbindung schaffen“, erklärte Bielke, der mit seinem Team eine Gradwanderung zwischen Kosten und Nutzen geschafft hat. „Man kann sich freuen, dass das hier so gut angenommen wird“, sagte Bielke.

Auch in Hemmelsdorf wurde auf einem traditionsreichen Areal Neues geschaffen. Architekt Marc Schöffel und Landschaftsarchitektin Urte Schlie aus Timmendorfer Strand präsentierten auf dem Fischereihof, wo seit Generationen Fischveredelung und Fischverkauf stattfindet, wie aus der ehemaligen Fischräucherei Schierbaum ein touristisch-gewerbliches Gebäude-Ensemble mit Außenanlagen am Hemmelsdorfer See geschaffen wurde. Unter anderem die reetgedeckte Fischkate und die Räucherei wurden in Fachwerkbauweise saniert.

Mit der Vorstellung des Umbaus und der Erweiterung der Cesar-Klein-Schule in Ratekau mit dem Lübecker Architekten Tobias Engelhardt endeten gestern vorerst die Einblicke in besondere Bauten Ostholsteins.

Heute haben Architektur-Interessierte nochmals die Möglichkeit, unter anderem die Badeanstalt Klingberg (11.30 Uhr) und den Fischereihof (14 Uhr) mit den Planern anzuschauen.

Beke Zill

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