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Ostholstein Einbrecher schlugen sechs Mal zu
Lokales Ostholstein Einbrecher schlugen sechs Mal zu
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21:17 23.11.2016

. Eine Einbruchserie im Norden ist aufgeklärt. Zwei junge Männer (24 und 22 Jahre alt) haben gestern vor dem Lübecker Amtsgericht vier Einbrüche im Kreis Ostholstein sowie jeweils eine Tat in Hamburg und Berlin gestanden. Aufgrund einer Verständigung zwischen Oberstaatsanwältin Ulla Hingst sowie den Verteidigern Frank-Eckhard Brand und Ralf Wassermeyer konnte das Verfahren erheblich abgekürzt werden. Lediglich eine Zeugin – 18 waren ursprünglich geladen – wurde angehört. Entscheidend war, dass die beiden in Polen lebenden Männer ein umfassendes Geständnis ablegten.

Bereits vor dem Urteilsspruch durch Richter Said Evora hatten sich die Parteien darauf geeinigt, dass das Strafmaß zwischen 21 und 24 Monaten liegen und zur Bewährung ausgesetzt werden solle. Dass es nach dreieinhalb Stunden Verhandlung auch so kam, verwunderte niemanden. Evora verurteilte die Männer zu jeweils 23 Monaten Freiheitsstrafe. Diese wird für vier Jahre zur Bewährung ausgesetzt. Zudem müssen sie monatlich jeweils 25 Euro an die Opferschutzorganisation Weißer Ring spenden. Die Vita der Straftäter spreche nicht dafür, dass es sich um ein „Einbrecher-Duo handelt, dass durch die Lande zieht“, hatte zuvor die Oberstaatsanwältin in ihrem Plädoyer betont. Sie glaube ihnen, dass sie nach Deutschland kamen, um Arbeit zu finden. „Das entschuldigt die Taten jedoch in keiner Weise“, sagte Hingst.

Das erste Mal schlugen sie am 22. Mai dieses Jahres in Berlin zu. Drei Tage später brachen sie in eine Hamburger Eisdiele ein. Zwischen dem 25. und 30. Mai folgten die vier Taten in Ostholstein. Dort brachen sie in ein Ferienhaus, die Rezeption eines Campingplatzes (beides in Grömitz), ein Campingplatz-Geschäft (Rosenfelder Strand) und in ein Einfamilienhaus (Kellenhusen) ein. Dabei erbeuteten sie unter anderem einen Bluetooth- Lautsprecher, eine altertümliche Peitsche, Bargeld sowie eine Jeans. Oberstaatsanwältin Ulla Hingst sprach in Bezug auf den Einbruch in Kellenhusen von einer „unfassbaren Dreistigkeit“: Schließlich seien die Eigentümer anwesend gewesen, als sich die Tat ereignet habe, hätten jedoch nichts mitbekommen. ser

LN

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