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Ostholstein Kreis begrüßt neue Ostholsteiner
Lokales Ostholstein Kreis begrüßt neue Ostholsteiner
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16:22 30.10.2018
Bei einer kleinen Feierstunde im Eutiner Kreishaus sind am Montagabend 27 Personen aus 16 Ländern Neubürger des Kreises Ostholstein geworden. Quelle: HFR
Eutin

Sie kommen aus Polen, aus der Türkei, aus Großbritannien, dem Kosovo und vielen weiteren Staaten. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Eutiner Kreishaus sind am Montagabend 27 Menschen aus 16 Ländern Neubürger des Kreises Ostholstein geworden. Der 2. stellvertretende Landrat, Manfred Jaeger (SPD), überreichte ihnen die Einbürgerungsurkunden.

Auf Einladung des Kreises Ostholstein finden seit bald zehn Jahren in regelmäßigen Abständen diese Einbürgerungsfeiern statt. Sie sollen unter anderem auch die Integration der neuen deutschen Staatsangehörigen würdigen. Die inzwischen 18. Einbürgerungsfeier am Montagabend wurde musikalisch von Angelika Eger und Dr. Götz Ahrens von der Kreismusikschule begleitet.

Bekenntnis zu Europa

„Mit der Entscheidung, sich einbürgern zu lassen, haben die Neubürgerinnen und Neubürger zum Ausdruck gebracht, dass sie sich in Deutschland wohlfühlen und hier auf Dauer leben wollen“, sagte Jaeger in seiner Ansprache. Insbesondere freue er sich über die britischen Staatsbürger, die sich entschieden hätten, die deutsche Staatsangehörigkeit anzunehmen. „Dieser Schritt ist für Sie nicht nur ein Bekenntnis zu Deutschland, sondern zu Zentraleuropa, zu dem Sie sich zugehörig fühlen.“

In einem kurzen Exkurs über die geschichtliche Entwicklung des Bürgerbegriffs seit dem Mittelalter veranschaulichte Jaeger, wie hart die Privilegien erstritten worden sind, die man heute nahezu als selbstverständlich hinnehme. Die Einbürgerung sei mehr als nur ein formaler Akt, sagte Jaeger. Sie sei ein Bekenntnis zur Bundesrepublik als neuer Heimat und zu den hier geltenden Grundwerten unserer Verfassung und der Demokratie.

Rechte und Pflichten

Die neuen deutschen Staatsbürger gelobten im Kreishaus feierlich, das Grundgesetz und die Gesetze der Bundesrepublik Deutschland zu achten. Mit der Einbürgerung haben sie eine Vielzahl von Rechten und Pflichten erworben, die im Grundgesetz verbrieft und ausschließlich deutschen Staatsbürgern vorbehalten sind. Dazu gehören unter anderem das aktive und passive Wahlrecht, das Recht auf Freizügigkeit innerhalb der Europäischen Union, das Recht auf selbstständige Erwerbstätigkeit und der Schutz vor Ausweisung und Auslieferung in andere Staaten.

In diesem Jahr wurden bislang insgesamt 113 Personen in Ostholstein eingebürgert. Davon stammt die größte Gruppe aus Polen (12), gefolgt von Großbritannien (11), der Türkei und dem Kosovo (jeweils 9).

Louis Gäbler

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