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Ostholstein Eine Gemeinde im Aufwind
Lokales Ostholstein Eine Gemeinde im Aufwind
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20:51 15.01.2018
200 Gäste nahmen an dem Neujahrsempfang in der Cesar-Klein-Gemeinschaftsschule teil. Quelle: Fotos: S. Prey
Ratekau

Ratekaus Ehrenbürger Helmut Cornels, der in der ersten Reihe gleich neben Dorfvorstand Claus Bruhn Platz genommen hatte, hat schon viele Neujahrsempfänge in der Gemeinde mitgemacht. Diesen wird der 90-Jährige aber nicht so schnell vergessen. Das liegt aber weniger an dem imposanten musikalischen Auftritten der CKS-Schüler Leon Steer (19) und Tobias Pohlers (19), die unter anderem Songs von Max Giesinger („80 Millionen“) oder Wincent Weiss („Frische Luft“) zum Besten gaben. „Am Donnerstag ziehe ich in eine Senioren-Residenz in Timmendorfer Strand“, berichtete Cornels, der seit 1965 in Ratekau lebt und in vielen Gremien mitgearbeitet hat, wehmütig und ergänzte: „Im Herzen bleibe ich aber Ratekauer.“

200 Gäste haben Ratekaus Bürgervorsteherin Gaby Spiller und Bürgermeister Thomas Keller (parteilos) am Sonntag beim Neujahrsempfang in der Cesar-Klein-Schule begrüßt. Ein Empfang mit Ehrungen, optimistischen Aussichten, guten Wünschen und starker Musik von zwei Schülern.

Dass die Bewohner allen Grund haben, auf ihre Gemeinde stolz zu sein, das unterstrichen auch Spiller und Keller in ihren Ansprachen. Beide schlugen in ihren Rückschauen einen weiten Bogen. Spiller betonte, dass Natur- und Umweltschutz sowie Kinderbetreuung in der Gemeinde eine besondere Rolle spielen. „Wir sind so aufgestellt, dass die Gemeinde nicht nur zukunftsfähig ist, sondern auch bleibt“, erklärte Spiller. Das zeige sich auch beim Zuzug vieler junger Familien. Die Bürgervorsteherin lobte zudem das politische Klima in der Gemeinde und wünschte sich auch im anstehenden Kommunalwahlkampf einen respektvollen Umgang miteinander.

Der Bürgermeister lobte ebenfalls die gute Zusammenarbeit zwischen Gemeindevertretung und Verwaltung. Trotz der schwierigen Themen 380-kV-Leitung und Hinterlandanbindung befinde sich die Gemeinde im Aufwind. So habe es unter anderem eine positive Entwicklung im Ortszentrum gegeben. „Das neue Familienzentrum, das im Februar öffnet, wird das neue Herzstück“, erklärte Thomas Keller (parteilos).

Auch ein möglicher gemeinsamer Bahnhof mit Timmendorfer Strand werde sich für Ratekau aus touristischer Sicht und auch für die Pendler positiv auswirken. „Wir gehören zwar nicht zu den finanzstarken Kommunen, aber die finanzielle Lage kann sich dennoch sehen lassen. Bei uns beträgt die Verschuldung pro Kopf 320 Euro, landesweit liegt sie bei 1300 Euro“, sagte Keller, der damit sich selbst und seinem Verwaltungsteam ein gutes Zeugnis ausstellte. So werden alle Investitionen in der Gemeinde im Durchschnitt zu 36 Prozent mit Fördergeldern finanziert. Eine gute Bewertung bekam die Verwaltung auch von dem Lübecker Rechtsanwalt und ehemaligen FDP-Landtagsabgeordneten Gerrit Koch. „Ich habe in Ratekau 1996 meine Verwaltungsstation als Rechtsreferendar absolviert. Das hat mir sehr gut gefallen. Seitdem fühle ich mich verbunden“, berichtete Koch.

Spiller und Keller nutzten den Empfang, um allen Ehrenamtlern Dank zu sagen. Besondere Auszeichnungen bekamen Ju-Jutsu-Kämpferin Jenny Grudnio, die 2017 unter anderem Vize-Europameisterin wurde, sowie Rollstuhl-Fechterin Ulrike Lotz-Lange, die Vize-Weltmeisterin wurde. Thekla Kopplow und Carsten Jungenkrüger wurden als Vertreter der Umwelt- und Naturschutzinitiative (UNI) Ratekau mit dem Umweltpreis 2017 ausgezeichnet. Spiller: „Die Initiative hat mit dem UNI-Garten ein großartiges Naturbildungsprojekt geschaffen.“

Von Sebastian Prey

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