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„Eine Investition in die Zukunft“

Eutin „Eine Investition in die Zukunft“

Dass Fördermittel von Bund und Land bei der Eutiner Stadtsanierung gut angelegt sind, davon überzeugte sich am Dienstagmorgen Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP). Am Zob griff er zum Spaten, um offiziell den Startschuss zum knapp zwei Millionen Euro teuren Umbau zu geben.

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Die Arbeiten für den neuen Zob haben zwar schon im Juli begonnen, aber Carsten Behnk (v. r.), Bernd Buchholz, Margret Möller, Jürgen Gödecke und die Bundestagsabgeordneten Bettina Hagedorn (SPD) und Ingo Gädechens (CDU) griffen gut gelaunt gern noch einmal zum Spaten.

Quelle: Fotos: Benthien

Eutin. „Wir sind stolz auf das, was wir bisher erreicht haben. Jetzt wird eine weitere Seite im Stammbuch der Stadtsanierung aufgeschlagen. Das alles wäre aber nicht machbar ohne Fördermittel“, dankte die stellvertretende Bürgervorsteherin Margret Möller (FDP) bei ihrer Begrüßung. „Wir sind mittendrin in der Umgestaltung“, sagte Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos), der daran erinnerte, warum diese überhaupt in Angriff genommen worden ist: „Der Zob soll auf eine Seite mit dem Bahnhof.“

LN-Bild

Kieler Verkehrsminister gab offiziell den Startschuss zur Umgestaltung des Eutiner Busbahnhofes.

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Dieser zweite Abschnitt – der Bahnhofsvorplatz war schon zur Landesgartenschau fertiggestellt worden – wird insgesamt 1,5 Millionen Euro kosten. Für eine Teilüberdachung und Windschutz kommen noch circa 340000 Euro dazu. Der neue Busbahnhof soll im Juli 2018 fertiggestellt sein. Die Eutiner Stadtvertretung sei mutig gewesen, indem sie für die Erneuerung weiterer Verschuldung zugestimmt habe, sagte der Bürgermeister. Ihn beschwichtige die 75-prozentige Förderung der anrechenbaren Kosten. Recherchieren müssen habe er bei dem Stichwort GVFG-Mittel, so Behnk.

„Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz“, sprang ihm die SPD-Bundestagsabgeordnete Bettina Hagedorn, die für ihre Partei seit 15 Jahren im Haushaltsausschuss sitzt, bei.

Die Zob-Modernisierung – entstehen soll ein Mittelbussteig mit acht umlaufenden Haltestellen – sei „eine Investition in die Zukunft“, betonten sowohl Bernd Buchholz als auch Carsten Behnk. Eutin sei per Bahn gut an Kiel und Lübeck angebunden. Ebenso wichtig wie der Bahnanschluss sei aber der Weg zum und vom Bahnhof. „Der Zob war in die Jahre gekommen“, so der Minister. Sein Umbau werde sich in mehrfacher Hinsicht auszahlen: „Er wird attraktiver für die Menschen am Ort und beim Umsteigen von Bus auf Bahn. Die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs hängt nämlich nicht nur von der Taktung der Bahnverbindungen ab“, sagte Bernd Buchholz. Er spreche aber auch als Tourismusminister: „Im Binnenlandtourismus ist noch viel zu tun.“ Das Land gebe gern Anschubfinanzierung, in der Hoffnung, dass private Investoren nachzögen. Ein in Infrastruktur gesteckter Euro löse sieben bis zwölf Euro an privaten Investitionen aus, hatte Bürgermeister Behnk kurz zuvor angeführt.

Ein Viertel des neuen zentralen Busbahnhofes wird überdacht sein. Dafür hat die Stadt beim Land eine weitere Förderung in Höhe von 250000 Euro beantragt. Für die Bewilligung bescheinigte Bernd Buchholz dem Eutiner Bürgermeister „gute Aussichten“.

Insgesamt liegen die Kosten für die Bahnhofsmaßnahme bei knapp vier Millionen Euro.

Hunderte Meter Leitungen

5500 Quadratmeter Verkehrsfläche entstehen am neuen Zob. 2500 Quadratmeter davon werden Straßenfläche sein.

800 Meter Bordsteine müssen gesetzt werden. Zu verlegen seien auch je 800 Meter Leitungen für Gas, Strom und Wasser, erklärte Ingenieur Jürgen Gödecke vom Eutiner Büro Höger und Partner, das gemeinsam mit dem Büro RMP (Dresden) für die Umsetzung verantwortlich ist.

 Ulrike Benthien

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