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Ostholstein Eine „See-Schleife“ für Timmendorf?
Lokales Ostholstein Eine „See-Schleife“ für Timmendorf?
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22:24 09.06.2017
Kleiner Vorgeschmack auf die Präsentation im Rathaus: die „See-Schleife“. Dieser Entwurf, eine Gemeinschaftsarbeit der Büros „Kai Luetkens“ und „r + b Landschaftsarchitekten“, kam auf den ersten Platz. GRAFIK: KAI LUETKENS

Vier der Vorschläge wurden bereits als die Besten gekürt, einer von ihnen soll umgesetzt werden. Gesucht wird auf diesem Weg ein Ersatz für die 272 Meter lange, mittlerweile recht marode und wenig ansehnliche Maritim-Seebrücke, die 1976 eingeweiht wurde.

Ab Dienstag werden die Entwürfe für eine neue Seebrücke öffentlich vorgestellt.

Ausstellung bis zum 30. Juni

Präsentiert werden die Entwürfe für die neue Timmendorfer Seebrücke vom kommenden Dienstag, 13. Juni, an bis einschließlich Dienstag, 30. Juni, und zwar im Timmendorfer Rathaus in der Strandallee 42.

Geöffnet ist montags bis freitags von 8.30 bis 12 Uhr sowie montags und donnerstags von 14 bis 17 Uhr.

Schon allein wegen der exponierten Lage der Seebrücke quasi vor dem Zentrum hatte sich die Gemeinde für einen Neubau „von herausragender Qualität“ entschieden und 140000 Euro für einen Wettbewerb in den Haushalt gestellt. Daran haben sich laut Verwaltung 68 Büros und Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Ingenieuren beteiligt. Auf den ersten Platz ist dabei der Entwurf der AG „Kai Luetkens Architektur“ (Hamburg) und „r + b landschaftsarchitektur“ (Dresden) namens „See-Schleife“ gekommen – eine endgültige Entscheidung ist damit aber noch nicht gefallen.

Im Zuge des Wettbewerbs sollten „innovative, ungewöhnliche Vorschläge“ für eine Seebrücke gesammelt werden, hieß es in der Ausschreibung. Die Brücke solle einerseits die klassische Funktion, sich auf das Meer hinaus bewegen zu können, erfüllen. Andererseits wurde gefordert, das Bauwerk möge „andere Nutzungsangebote für die vielfältigen Alters- und Nutzergruppen bieten und überdies eine unverwechselbare Gestalt haben“. In einem Kriterienkatalog wurden Anlegestellen für Bäderschiffe sowie An- und Ablegestellen für Segel- und Motorboote sowie ein Beleuchtungskonzept gefordert.

Wichtig sind der Gemeinde zudem die Anbindung an die Promenade und an den Strandpark sowie die technischen-maritimen Anforderungen – und nicht zuletzt soll laut Ausschreibung der „angestrebte Kostenrahmen“ eingehalten werden, sprich: Mehr als 3,2 Millionen Euro brutto soll der Neubau demnach nicht kosten.

„Da die neue Seebrücke das Bild im zentralen Bereich von Timmendorfer Strand maßgeblich neu prägen wird, möchte die Gemeinde in der Ausstellung ein Stimmungsbild zu den Entwürfen abfragen“, sagt Bürgermeisterin Hatice Kara (SPD). Daher erhielten alle Einwohner sowie Gäste die Möglichkeit, ihren Favoriten zu benennen. Dieses Votum kann bei der endgültigen Entscheidung berücksichtigt werden, hat aber keinerlei rechtliche Auswirkungen. „Die Entscheidung, welcher der Entwürfe für die neue Seebrücke ab 2018 gebaut wird, fällt voraussichtlich nach den Sommerferien im September 2017“, heißt es.

 Sabine Latzel

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