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Ostholstein Eine Zeitreise in die Welt der Römer
Lokales Ostholstein Eine Zeitreise in die Welt der Römer
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20:29 06.11.2013
Als angehender Legionär musste „Primus“ (Carl, 12) Haltung üben. Offizier Lukas Czerwinski (l.) und Unteroffizier Walter Dieckmann wiesen ihn ein. Wissen abgeklopft wurde auch (kleines Foto): „753 — Rom kroch aus dem Ei.“ Den Merksatz kannten die Quintaner. Quelle: Fotos: ben

Ihre eigenen Geschichts- und Lateinstunden müssen ziemlich dröge gewesen sein, denn Lukas Czerwinski und Walter Dieckmann sind angetreten, um zu zeigen, wie fesselnd dieser Unterricht sein kann. Als „Optio Lucianus Fabius Bibulus“ und „Tesserarius Gnaeus Tullius Cato“ gestalteten sie gestern an der Eutiner Voß-Schule einen Römer-Projekttag, bei dem ihnen die volle Aufmerksamkeit der Lateinschüler aus den sechsten bis neunten Klassen sicher war.

„Cool“ und „spannend“ fanden die Quintaner Martin und Moritz, was und vor allem wie ihnen Czerwinski und Dieckmann, im Hauptberuf Krankenpfleger und Polizeibeamter, über das Imperium Romanum berichteten. Der Offizier und der Unteroffizier der „Legion XXI Rapax“ trugen „lorica segmentata“, ein Schienenpanzer, der zu Beginn des ersten Jahrhunderts nach Christus in der römischen Armee gebräuchlich wurde und bis zu 14 Kilo wiegen konnte. Mit dabei hatten sie vielerlei Waffen, lautete das Kernthema gestern doch „Zeitreise zum römischen Militär“.

Circa 30 Legionen hat es im Jahr 71 n. Chr. gegeben, jeder gehörten 5000 Mann an, so dass 150 000 Soldaten als Berufsarmee das Römische Reich schützten. „Sie verpflichteten sich für 15, 20 oder sogar 25 Jahre“, trug „Optio“ Lukas Czerwinski vor. „Wer hat‘s erfunden? Na, klar, die Römer!“, lauteten Fragen und Antworten mehrfach. Denn sowohl die richtige Mischung für Beton als auch die Möglichkeit zur Betäubung vor Operationen ersannen Menschen, die von Königszeit über Republik und Kaiserzeit im Mittelmeerraum lebten.

Lukas Czerwinski (39) und Walter Dieckmann (52) hat ihr geschichtliches Interesse vor ein paar Jahren via Internet zusammengeführt, sie leben es mit Gleichgesinnten auch aus Österreich, Polen oder Italien aus und lassen ein Stück Antike lebendig werden (www.legioxxirapax.de). Die Voß-Schüler gestern waren begeistert — auch, weil ihre Latein-Lehrer Maren Himmerkus als vornehme Dame der Gesellschaft, die für einen Legionärs-Bewerber bürgen musste, und Mathias Hacker als verwundeter Soldat „Flaccus“ kurzerhand in die Rollenspiele eingebunden wurden. ben

LN

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