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Ostholstein Eine kunsthistorische Entdeckung
Lokales Ostholstein Eine kunsthistorische Entdeckung
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22:12 09.09.2016
Kunst trifft Pädagogik: Overbecks Zeichnung zu Pestalozzis „Lienhard und Gertrud“. Quelle: Fotos: Astrid Jabs

Es war ein ausgewiesener Kennerkreis, der am Donnerstagabend in das Ostholstein-Museum nach Eutin gekommen war. Wissenschaftler und Berufskollegen von Museumsleiterin Dr. Julia Hümme aus Hamburg und Niedersachsen wollten sehen, was der Göttinger Professor Dr. Michael Thimann mit Bezug auf das Schlüsselsymbol der Romantik als „kleine blauschimmernde Blume“ für die wissenschaftliche Betrachtung der Epoche bezeichnete: 19 bislang unbekannte Zeichnungen des gebürtigen Lübeckers Friedrich Overbeck, entstanden während seiner Studienzeit in Wien in den Jahren von 1805 bis 1809.

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Unbekannte Overbeck-Zeichnungen lockten Kenner ins Ostholstein-Museum.

Dafür, dass aus dem Zufallsfund – im Zuge einer Recherche war der Kunsthistoriker Ulrich Schulenburg auf die Mappe mit dem kostbaren Inhalt gestoßen – eine Entdeckung für die Romantikforschung werden konnte, habe es wissenschaftliche Neugier und Kennerschaft gebraucht, wie Thimann ausführte. Er sprach während der Ausstellungseröffnung der Schau „Friedrich Overbeck (1789-1869) in Wien – Unbekannte Zeichnungen aus dem Ostholstein-Museum Eutin“. In seinem spannenden Vortrag stellte er die Bedeutung der Zeichnungen dar, erhellte ideelle und historische Zusammenhänge und steckte an mit seiner Begeisterung.

Helle Freude stand auch Dr. Julia Hümme ins Gesicht geschrieben. Sie hob besonders die gute Zusammenarbeit mit dem Overbeck-Spezialisten Thimann hervor und kündigte augenzwinkernd an, seinen Kollegen Schulenburg einzuladen, um ihn nochmals im Magazin stöbern zu lassen. Vom „überraschenden Glücksfund“, wie die Geschäftsführerin der Kulturstiftungen des Kreises, Anja Sierks-Pfaff, in ihrer ersten offiziellen Begrüßungsrede in dieser Funktion sagte, können sich die Besucher bis zum 20. November im Dachgeschoss des Museums in den Bann ziehen lassen.

aj

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