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Eine neue Hymne für Ahrensbök

Ahrensbök Eine neue Hymne für Ahrensbök

Die Gemeinde Ahrensbök hat jetzt ein eigenes Lied, eine regelrechte Hymne, deren „Welturaufführung“ gut 250 Gäste beim Neujahrsempfang im Bürgerhaus am Sonntag erlebten. Erdichtet und vorgetragen hat das Stück Bernd Krutzinna, der als Sänger „Bern Stein“ („Das musikalische Gold der Ostsee“) auftritt und den Empfang mit diversen weiteren Einlagen untermalte.

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Bürgervorsteher Hans-Joachim Dockweiler ehrte die Sportler Helmut Begeest (TSV Gnissau), Klaus Peter Gundlach (MTV Ahrensbök), Karl Schulz („Stall Madrigal“) und Jasmin Thienemann (SV Sarkwitz) zusammen mit Bürgermeister Andreas Zimmermann (v. l.).

Quelle: Fotos: S. Latzel

Ahrensbök. Dafür war recht viel Zeit, denn die Organisatoren hatten ein knapp zweistündiges Programm zusammengestellt, das am Ende allerdings die Aufmerksamkeitsspanne einiger Zuhörer überschritt.

„Es war ein gutes Jahr“, resümierte Bürgervorsteher Hans-Joachim Dockweiler (CDU) in seinem Rückblick auf 2015. Er dankte allen, die bei den Aufgaben in der Gemeinde kräftig mit angepackt hatten — unter anderem den Feuerwehren, aber auch den Bürgern, die sich um die Flüchtlinge kümmern. Von Letztgenannten waren ebenfalls einige zum Empfang gekommen und wurden mit herzlichem Applaus begrüßt.

Sie freue sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Gemeinde, erklärte im Anschluss die neue Ahrensböker Gleichstellungsbeauftragte Ulrike Stade. Sie bat die Anwesenden, über folgende Frage nachzudenken: „Haben Sie den Eindruck, dass Chancengleichheit wirklich selbstverständlich gegeben ist?“

Glück und Segen wünschte Pastorin Kirstin Mewes-Goeze — und dann schlug die Stunde des Ahrensböker Liedes, das Bernd Krutzinna nach „karibischem Sound“ komponiert hatte. „Umgeben von Feldern und Seen, liegt Ahrensbök auf den Holsteiner Höhen“, gab er den Refrain zum Besten und bewies, dass die Namen der 19 Dorfschaften recht geschmeidig hintereinander weg gesungen werden können. „So einen lässigen Rhythmus hat keine andere Gemeinde“, war sich Krutzinna sicher. Er hoffe, das Lied werde „zum Hausgebrauch“ fortan öfter zu hören sein.

Ahrensbök könne wegen seiner schlechten finanziellen Lage auch 2016 keine „allzu großen Sprünge“ machen, sagte Bürgermeister Andreas Zimmermann (parteilos) in seiner Rede. „Das ist aber nicht neu für uns“, meinte er und betonte, dass die Gemeinde keinesfalls über ihre Verhältnisse lebe, sondern vielmehr mit mancherlei unverschuldeten Nachteilen zu kämpfen habe, etwa der Reform des kommunalen Finanzausgleichs. In diesem Sinne stimmte Zimmermann erneut auf die beschlossenen Erhöhungen von Grund- und Gewerbesteuer ein. Zudem berichtete er, dass die Gemeinde der neuen Internet-Sparte des Zweckverbandes Ostholstein beitreten werde, um in Sachen Breitbandausbau voranzukommen. Großen Beifall gab es zudem für die Ankündigung, dass das Gebiet der ehemaligen Kiesgruben bei Lebatz in naher Zukunft unter Schutz gestellt werden könne.

Bei der Sportlerehrung standen zum einen drei Männer im Mittelpunkt, die sich seit Jahrzehnten für ihren Sport beziehungsweise ihren Verein einsetzen: Helmut Begeest (TSV Gnissau), Klaus Peter Gundlach (MTV Ahrensbök) und Karl Schulz („Stall Madrigal“). Zum anderen wurden zwei junge Frauen aus der Gemeinde geehrt, nämlich die 16-jährige Pia Dalinger (U-17-Handballspielerin) und die 17-jährige Jasmin Thienemann (vierter Platz bei der Sumo-WM in Japan). Den Bürgerpreis der Gemeinde Ahrensbök für ehrenamtliches Engagement erhielt dieses Mal der Vorstand des Kulturkreises.

Das Büfett musste danach nicht mehr eröffnet werden — zahlreiche Gäste hatten sich darum bereits während des offiziellen Programms gekümmert, was ihnen wohl niemand verdenken mochte. Der guten Laune tat dieses keinen Abbruch, und vielleicht verließ der eine oder andere Ahrensböker das Bürgerhaus ja mit dem Wunsch des Bürgervorstehers im Ohr: „Ich hoffe, Anfang des nächsten Jahres hier alle froh und gesund wieder zu treffen.“

Sabine Latzel

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