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Ostholstein Einmal Kino vor dem Rundgang: Film über das Schloss Eutin
Lokales Ostholstein Einmal Kino vor dem Rundgang: Film über das Schloss Eutin
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22:12 02.05.2016
Der Film zum Schloss: Berater Nils Jockel (von links), Interims-Geschäftsführerin Brigitta Herrmann, Kuratorin Susanne Petersen, Historikerin Tomke Stiasny und Caroline Herzogin von Oldenburg stellten den elfminütigen Streifen gestern vor. Quelle: Petersen

Bilder sagen mehr als 1000 Worte, heißt es. Sie machen Kompliziertes einfacher, ihr Eindruck ist nachhaltiger, emotionaler. Das macht sich jetzt auch das Schloss Eutin zunutze. Ab kommenden Montag, 9. Mai, werden Besucher vor dem Schloss-Rundgang zunächst zu einem Einführungsfilm eingeladen. In elf Minuten bekommen sie das Wichtigste über das Schloss, seine Geschichte und Persönlichkeiten mit auf den Weg.

„Wir wollen jedem das Gefühl geben, er muss ins Schloss.“Caroline

Herzogin von Oldenburg

„Wir wollen alle Möglichkeiten nutzen, dieses Schloss zu vermarkten“, erläuterte Caroline Herzogin von Oldenburg, Mitglied im Stiftungsrat. Der Film, der demnächst auch über die Schloss-Webseite abrufbar sein soll, markiere einen weiteren Meilenstein im neuen medialen Vermittlungskonzept. „Wir wollen jedem das Gefühl geben, er muss ins Schloss“, erläuterte die Herzogin und sprach von einer „ganz neuen Denke“.

Den Anstoß gab vor zwei Jahren der bis dahin stete Besucherrückgang. Zog es Ende der 1990er-Jahre noch 25 000 bis 28 000 Menschen in die frühere Residenz, waren es 2014 nur noch gut 15000.

Seitdem gilt: Der Besuch soll unterhaltsamer, spannender und verständlicher werden. Geplant ist deshalb auch die Installation eines Audioguides.

Die Herausforderung für den Film bestand darin, die Fülle des Stoffs auf eine für den Besucher mundgerechte Portion zu reduzieren, erläuterte der Museumsexperte Nils Jockel, den die Stiftung als externen Berater gewonnen hat. Der Film konzentriert sich deshalb auf die Blütezeit des Schlosses im 18. Jahrhundert. Der Zuschauer wird in eine Person versetzt, die 1743 eine Audienz im Schloss hat.

Fließend werden aktuelle Aufnahmen und Ausblicke aus dem Schloss mit alten Ansichten und Plänen von damals verwoben. Das macht dem Betrachter die Zeitreise in die Vergangenheit leicht und hilft ihm beim anschließenden Rundgang.

Selbstverständlich gibt es auch einen kurzen Einblick in das Haus Oldenburg und eine Antwort auf die Frage, was Katharina die Große mit Eutin zu tun hat. Der filmische Rundgang endet in der Hofkapelle des Schlosses. Auf der Zeitachse ist 1992 Schluss. Der Zuschauer erfährt, warum die Familie Oldenburg nicht mehr im Schloss wohnt und wie es zur Gründung der Stiftung Eutin kam. Der Anspruch: Auch für Besucher ohne Vorbildung soll das Schloss so verständlich wie möglich sein.

Rund 8000 Euro hat die Produktion von „The Fluent Project Hamburg“ und Kurator Nils Jockel gekostet. Unterstützung gab es von der Stadt Eutin und der Sparkassenstiftung Schleswig-Holstein. Die Film-Idee wurde zum Jahreswechsel geboren und dann innerhalb von acht Wochen umgesetzt. Die Drohne für die aktuellen Außenansichten des Schlosses war noch vor zehn Tagen in der Luft. Flüchtig sind die Endarbeiten an der Landesgartenschau zu erkennen. Die Sequenzen sollen 2017 durch sommerliche Bilder ersetzt werden. pet

LN

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