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Ostholstein Einzelhandel frischt sein Konzept auf
Lokales Ostholstein Einzelhandel frischt sein Konzept auf
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22:37 05.03.2018
Eutin

Gerade Kaufleute im Bereich des Industriegebiets hatten in der Vergangenheit beklagt, dass Verwaltung und Politik ihren Nöten und Bedürfnissen kein Gehör schenke. In der Einwohnerfragestunde zu Beginn der Sitzung brachten sie ihre Forderungen erneut vor. Zentraler Kritikpunkt ist die im EHK festgelegte Sortimentsbeschränkung zugunsten der Innenstadt. Durch sie sehen die Geschäftsinhaber zwischen Bürgermeister-Steenbock-Straße und Lübecker Landstraße ihre unternehmerische Freiheit, Arbeitsplätze und auch ihre Existenz bedroht.

Kerstin Stein-Schmidt. Quelle: Foto: Benthien

„Nach gemeinsamen Gesprächen wollten Sie uns einbeziehen, sich bei uns melden. Das ist nicht passiert“, sagte Birgit Boock stellvertretend für die Gewerbetreibenden. Dass es danach keine Rückmeldung gegeben habe, sei für die Zukunft sicher verbesserungswürdig, stimmte Heiko Godow (CDU) ihr zu. Aber das ganze Verfahren zur Fortschreibung werde ja gerade verbessert. Bis zum entsprechenden Tagesordnungspunkt wollten aber weder Birgit Boock, noch ihr Vater Jürgen Boock oder die anderen Händler im Sitzungssaal ausharren.

Der „konzeptionelle Ablaufplan“ sieht nach dem am Donnerstag gefassten Beschluss (Zustimmung von allen Parteien außer den Freien Wählern) vor, das Einzelhandelskonzeptes in vier Stufen fortzuschreiben. Daran beteiligt sein werden der Fachbereich Bauen, der Bürgermeister, Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt, die Politik, die Wirtschaftsvereinigung (WVE) und die Händler mit Herz (als Vertreter der Innenstadt), die Interessengemeinschaft der Eutiner Gewerbebetriebe (als Vertreter der Außenbetriebe) sowie die Entwicklungsgesellschaft Ostholstein. Ebenfalls im Boot: Eigentümer und Mieter von Einzelhandelsimmobilien, Mobilitätsbeirat und der Arbeitskreis Verkehr.

An mindestens vier Terminen haben die Kaufleute Gelegenheit, teilzunehmen. An der Ausschreibung des Konzeptes sollen sie mitwirken können. Angestrebt wird, das EHK im Oktober/November zu verabschieden.

Der Kritik, das Einzelhandelskonzept werde punktuell angewandt, trat Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) im Gremium entschieden entgegen: „Alles auf einmal anzupacken, geht nicht. Es wird sukzessive in den einzelnen B-Plänen der Stadt umgesetzt.“ Die Fachdienstleiterin für Stadt- und Gemeindeplanung, Susanne Stange, sagte: „Wir rechnen mit starkem Widerstand, aber wir sind uns sicher, dass wir es richtig machen. Wir haben das Konzept im Vorwege der Festsetzungsmodalitäten einem Juristen vorgestellt, der es als mangelfrei eingestuft hat.“

ben

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