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Ostholstein Emissionsfreie Fähren ein Vorzeigeprojekt
Lokales Ostholstein Emissionsfreie Fähren ein Vorzeigeprojekt
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20:49 22.08.2017
Gespräch am Fährhafen Puttgarden (v. l.): Anette Ustrup Svendsen, Bettina Hagedorn und Bernd Friedrichs. Quelle: Foto: Schwennsen

Die Reederei Scandlines setzt bei ihrer Forderung nach einem gleichberechtigten Zugang zum Fährhafen Puttgarden auf breite politische Unterstützung. Denn auch nach Eröffnung des Belttunnels sollen die Fähren weiter zwischen Puttgarden und Rødby verkehren.

Davon sind beide Bundestagsabgeordnete aus Ostholstein überzeugt. Nach Ingo Gädechens (CDU) stärkte jetzt auch Bettina Hagedorn (SPD) der Reederei den Rücken. Begleitet wurde sie durch eine starke Abordnung von Landes-, Kreis- und Kommunalpolitikern aus ihrer Partei. „Hier stehen lauter Menschen, die im politischen Leben gegen eine feste Beltquerung sind“, so Hagedorn anlässlich eines Gespräches mit Scandlines- Sprecherin Anette Ustrup Svendsen und Gesamtbetriebsrat Bernd Friedrichs in Puttgarden. Auch Beltretter-Mitglieder nahmen teil.

Scharf kritisiert wurde eine Benachteiligung bei der künftigen Zuwegung zum Fährhafen in den Plänen von Femern A/S. Hagedorn: „Es ist bedauerlich, dass sich Scandlines dagegen gerichtlich zur Wehr setzen muss.“

Kommenden Freitag finden auch zu diesem Streitthema weitere Gespräche an Bord statt. Dann sprechen Dr. Bernd Buchholz (FDP), Schleswig-Holsteins neuer Verkehrsminister, und Scandlines- Geschäftsführer Søren Poulsgaard Jensen, über die Zukunft der festen Fehmarnbelt-Querung, die Anbindung des Fährhafens und die mittelfristige Zukunft des Fährverkehrs auf dieser Route.

Ein Thema wird auch die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Politik für einen grüneren Verkehrskorridor sein. Hagedorn erwartet von der Reederei, dass sie auf ihrem Weg zu emissionsfreie Fähren mutig vorangeht. Die Investionen könnten sich wirtschaftlich lohnen.

Denn Hagedorn geht davon aus, dass eine endgültige Entscheidung zum Belttunnel nicht vor 2020 fallen werde. Daher rechnet sie, falls er tatsächlich gebaut werde, frühestens 2030 mit einer Eröffnung.

Die Zeitpläne von Femern A/S sehen derzeit das Jahr 2028 vor.

Durch den Umbau zu Hybridfähren habe Scandlines bei der Reduzierung des Schadstoff-Ausstoßes durch die Fähren bereits vorbildliches geleistet“, so Hagedorn. Für den nächsten Schritt, den Einsatz von emissionsfreien Schiffen, erwarte sie eine Unterstützung des Bundes: „Denn dies ist im nationalen Interesse. Sie wären ein weltweites Vorzeigeprojekt.“

Gerd-J. Schwennsen

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