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Ostholstein Energiewende in Hutzfeld
Lokales Ostholstein Energiewende in Hutzfeld
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23:24 26.09.2013
Rund 30 Hutzfelder haben sich über den geplanten Windpark informiert. Quelle: Foto: Hannes Lintschnig

„Es geht hier heute nicht darum, das Projekt zu stoppen. Das können wir nicht. Wenn wir uns heute aus der Planung zurückziehen würden, wird der Windpark trotzdem gebaut“, sagte Mario Schmidt (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Bosau, zu Beginn der Informationsveranstaltung über den geplanten Windpark in Hutzfeld. Die „Unterrichtung der Öffentlichkeit“ ist gesetzlich in der Bauleitplanung vorgeschrieben, es ging also lediglich darum — wie der Titel der Veranstaltung es schon vermuten ließ — die Einwohner zu informieren. Dafür waren Vertreter der drei Betreiberfirmen der sechs Windkraftanlagen, also der Stadtwerke Eutin, der Denker&Wulf AG und der spanischen Firma Gamesa in die „Gaststätte Schmidt“ nach Hutzfeld gekommen.

Außerdem informierte Andreas Nagel vom Planungsbüro Ostholstein über den bisherigen Stand der Dinge. „Die geballte Fachkompetenz ist anwesend. Bitte stellen Sie ihre Fragen“, ermunterte Schmidt die rund 30 anwesenden Einwohner. Doch so groß war der Aufklärungsbedarf offenbar nicht. Nach dem Einführungsvortrag von Andreas Nagel schienen die anwesenden Einwohner von der Informationsflut erschlagen. FDP-Vorsitzender Ernst-Günther Schneider — ein bekennender Gegner des Hutzfelder Windparks — erkundigte sich nach den gesundheitlichen Auswirkungen des Infraschalls. Nagel: „In 300 Metern Entfernung ist Infraschall nicht wahrnehmbar. Es gibt keine Studien, die schädliche Auswirkungen belegen.“ Die Sorge einiger Anwesenden, die Gemeinde würde keine Gewerbesteuer der Betreiberfirmen erhalten, widerlegte Mario Schmidt: „Gesetz ist, dass mindestens 70 Prozent der Gewerbesteuer an die Gemeinde gehen, in der der Windpark steht. In unserem Vertrag haben wir sogar 90 Prozent ausgemacht.“ Nach einer Stunde war die Veranstaltung vorbei, für Einwohner Andreas Jakubenko war schon vorher alles klar:„Wenn man die Energiewende voranbringen will, muss man sich eben auf Veränderungen einlassen.“

lin

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