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Ostholstein Entscheidung über Millionenprojekte
Lokales Ostholstein Entscheidung über Millionenprojekte
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11:17 06.11.2018
Das Neustädter Küstengymnasium gilt als marode. Quelle: SEBASTIAN ROSENKÖTTER
Neustadt

Wird Donnerstagabend über die Zukunft des Neustädter Küstengymnasiums entschieden? Die Stadtverordneten diskutieren seit Monaten. Mehrfach wurden Beschlüsse aufgrund weiteren Beratungsbedarfs vertagt (die LN berichteten). Sanierung oder Neubau? Diese Frage soll ab 19.30 Uhr in der Mensa der Grundschule Neustädter Bucht beantwortet werden. Zudem geht es um den Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes sowie die bauliche Veränderung der Schulstraße (vor der Lienau-Schule). Diese gilt als Gefahrenstelle für Schüler.

Der Zustand des Küstengymnasiums steht bereits seit etwa drei Jahren im Fokus. Zunächst wurde nur über den Bau einer neuen Heizungsanlage diskutiert. Die geschätzten Kosten hierfür gab das Bauamt im Herbst 2015 mit 230 000 Euro an. Drei Jahre später hat sich die Summe vervielfacht und längst ist die Rede von einem der teuersten städtischen Bauprojekte der vergangenen Jahrzehnte. Das fast 60 Jahre alte Schulgebäude gilt als marode. Es mangelt an Räumen, ein Aufzug fehlt. Die große Lösung soll her. Gutachten wurden angefertigt, Machbarkeitsstudien erstellt, Varianten verglichen.

Millionenausgaben sind sicher

Die Befürworter einer Sanierung am bisherigen Standort scheinen derzeit in der Überzahl. Ein Neubau gilt einigen Fraktionen als zu teuer. Klar ist, das Projekt wird enorm viel kosten. Zuletzt gingen Mitarbeiter des Bauamts von 26,5 Millionen Euro für eine Sanierung aus. Einen Neubau könnte es für knapp über 32 Millionen Euro geben. Fördergelder sollen eingeworben werden. Bauamtsleiterin Antje Weise empfiehlt in der Sitzungsvorlage, sich für eine Sanierung auszusprechen. Diese sei wirtschaftlicher.

Eine weitere Entscheidung könnte bezüglich des Baus eines neuen Verwaltungsgebäudes fallen. Ende 2017 mussten 18 Mitarbeiter ihre Büros in der Rosenstraße aufgrund Schimmelbefalls verlassen, wurden daraufhin zum Großteil unweit der Post untergebracht. Bereits 2014 hatten die LN über den Zustand in dem Gebäude berichtet. Anschließend wurde viel diskutiert. Die ehemalige Bürgermeisterin Dr. Tordis Batscheider (SPD) schlug vor, auf dem Sandparkplatz Klosterhof einen Neubau zu errichten. In diesen – so ihre Idee – könnten auch die Mitarbeiter von Bauamt, Kultur-Service und Stadtwerke-Servicecenter ziehen. Die Politik indes konnte sich nicht einigen. Zuletzt wurde ein Neubau am bisherigen Standort geprüft. Ob es wirklich dazu kommt, soll nun endgültig beschlossen werden.

Schulstraße soll sicherer werden

Relativ neu als Thema ist die Schulstraße. In dieser liegt die Jacob-Lienau-Gemeinschaftsschule. Auf beiden Seiten der Fahrbahn befinden sich Gebäude, die von der Schule genutzt werden. Dieser Zustand gilt als gefährlich und soll entschärft werden. Geplant ist unter anderem, die Wendeanlage für Autos vorzuverlegen und die Bushaltestelle umzugestalten. Sollten die Stadtverordneten dem Vorschlag der Verwaltung zustimmen, wird mit Kosten in Höhe von 350 000 Euro gerechnet. Baubeginn könnte ab dem Jahr 2020 sein. Fördergelder in Höhe von zwei Dritteln sollen eingeworben werden.

Welche Themen am 8. November zudem auf der Tagesordnung stehen, ist auf der Internetseite www.stadt-neustadt.de aufgeführt.

Sebastian Rosenkötter

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