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Ostholstein „Entscheidungen waren korrekt“
Lokales Ostholstein „Entscheidungen waren korrekt“
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23:16 10.03.2016

„Durch den Einsatz der Feuerwehren ist ein noch größerer Schaden entstanden.“ Dieser Satz, ausgesprochen von Jens Friedländer, dem Betreiber des Beachclub-Kinos in Scharbeutz, hat den Scharbeutzer Gemeindewehrführer Patrick Bönig auf den Plan gerufen. Friedländer hatte in einem LN-Gespräch erläutert, warum das Kino für immer geschlossen wird, und als einen Grund den Brand und dessen Folgen vom 14. November 2015 genannt (siehe LN vom 9. März 2016).

„Die Entscheidungen der beteiligten Führungskräfte und Einsatzleiter sind sachlich und fachlich völlig korrekt gewesen“, betont Bönig und lässt den Ablauf des Einsatzes noch einmal Revue passieren:

„Die Leitstelle Süd hat am 14. November 2015 um 19.17 Uhr mit dem Stichwort ,Feuer Groß‘ und einer anzunehmenden Menschengefährdung die Feuerwehren Scharbeutz, Haffkrug und Schürsdorf alarmiert.

Zusätzlich wurden Kräfte von Rettungsdienst und Polizei in Marsch gesetzt.“ Diese Alarmierungspraktik sei durchaus üblich bei Notrufen, die vermuten lassen, dass eine größere Anzahl an Personen betroffen sein könnte.

Der Brand im Kino sei bereits durch Personal des Betreibers mit einem Pulverlöscher bekämpft worden, so dass sich die Feuerwehr der Kontrolle der Brandstelle und vor allem aber der „Entrauchung“ in Verbindung mit zu vermutender Menschenrettung widmen konnte. Bönig: „Mitteilungen von beteiligten Personen vor dem Kino ließen vermuten, dass sich in den Wohnungen in den oberen Geschossteilen noch Menschen aufhalten könnten.“ Eine akute Gefährdung durch Brandrauch habe zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden können, so dass die Wohnungen durchsucht werden mussten. Dabei wurde auch eine Wohnungstür zerstört. „Sie wäre nicht zeitnah mit einem Schlüssel zu öffnen gewesen“, erklärt Bönig.

Aus Bönigs Sicht seien „durch den Feuerwehreinsatz keine signifikanten Schäden verursacht worden, insbesondere dann nicht, wenn man das jährliche Defizit auf rund 100 000 Euro beziffert.“ Diese Zahl hatte Friedländer in dem LN- Artikel erwähnt.

Einen besonderen Dank richtet er an das Personal des Kinos. Es habe durch das umsichtige Handeln, durch Brandbekämpfung mit eigenen Mitteln und Einleitung der Evakuierung zu einem glimpflichen Ausgang beigetragen. Bönig mahnt: „Man sollte nicht vergessen, dass die eigentliche Gefahr bei Bränden in aller Regel nicht von der Flamme, sondern vom hochgiftigen Brandrauch ausgeht. Und der kommt auch in Bereichen vor, die nicht unmittelbar vom Feuer betroffen gewesen sind.“

Dazu zählten beispielsweise Wohnungen, die gar nicht im Fokus standen. „Wie wäre es wohl gewesen, wenn die Wohnungen nicht durchsucht worden wären und dort ein Bewohner an einer Rauchgasvergiftung gestorben wäre?“, so Bönig.

Von cd

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