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Ostholstein Enttäuschung in Ostholstein - sorgenvolle Blicke nach Berlin
Lokales Ostholstein Enttäuschung in Ostholstein - sorgenvolle Blicke nach Berlin
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22:38 24.09.2017
Landrat Reinhard Sager verfolgt die Prognosen am Monitor seines Büros. Quelle: Martina Janke-Hansen
Ostholstein

Nach seiner Einschätzung sind Themenbereiche, in denen Deutschland stark ist, wie beispielsweise eine niedrige Jugendarbeitslosigkeit, zu kurz gekommen. "Das hätte diskutiert werden müssen", sei aber nicht in ausreichendem Maße geschehen. So hätten sich viele Wähler am linken uns rechten Rand orientiert.

Uwe Brinkmann, parteiloser Bürgermeister aus Bad Schwartau, zeigte sich überrascht vom Wahlausgang: "Dass die CDU so deutlich an Stimmen verliert, damit habe ich nicht gerechnet. Damit scheint Angela Merkel die große Verliererin des Abends zu sein." Er habe damit gerechnet, dass die AfD zwischen 13 und 15 Prozent erreichen würde. Schockiert sei er nicht, dass das Ergebnis etwas höher ist, als in den Prognosen. "Ich bin davon ausgegangen, dass in den Umfragen nicht unbedingt jeder die Wahrheit sagt." Dass sich das jedoch so deutlich zulasten der CDU ausdrückt, hätte er nicht gedacht.

Uwe Brinkmann Quelle: Irene Burow

Es bleibe abzuwarten, wie sich die AfD im Bundestag verhalte und wie sie auftrete. Womöglich habe man sich zu sehr mit der Partei beschäftigt und ihr dadurch erst eine Plattform gegeben, die dieses Ergebnis ermöglicht hat. Viel wichtiger seit nun die Frage, ob es eine stabile Regierung geben wird. "Ich werde die Regierungsbildung mit Spannung verfolgen", so Brinkmann, der in Bad Schwartau von der SPD als parteiloser Bürgermeisterkandidat ins Rennen geschickt worden war. "Die Parteien müssen sich nun auf ihre Pflicht besinnen, etwas Vernünftiges auf die Beine zu stellen."

Jörg Weber Quelle: Gerd-J. Schwennsen

Jörg Weber (SPD), Bürgermeister der Stadt Fehmarn, zeigte sich vom Ausgang der Bundestagswahl in Ostholstein wenig überrascht. "Wichtig ist, dass wir mit zwei Bundestagsabgeordneten aus Ostholstein in Berlin vertreten sind. Einer kommt sogar von Fehmarn. Da ist es mir mir egal, ob sie von der SPD oder der CDU sind."

Weitere Reaktionen von Politikern in Ostholstein lesen Sie am Montag.

jhw/ibu/gjs

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