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Ostholstein Erinnerungen an Johnny Röger
Lokales Ostholstein Erinnerungen an Johnny Röger
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20:36 20.10.2017
Thomas (r.) und Marc Röger mit einem Bild ihres verstorbenen Vaters und Großvaters Johnny Röger. Quelle: Foto: Jhw
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Niendorf

Einer wie Johnny Röger, von hanseatischer Geradlinigkeit geprägt, hat die Öffentlichkeit nie gesucht: „In die Zeitung kommt man nur zweimal, bei Geburt und Tod“, habe sein Vater gesagt, erzählt Sohn Thomas. Beide führten das Restaurant viele Jahre gemeinsam, bis Thomas Röger es mit seiner Frau Claudia übernahm. Seiner Schwester Susanne gehört in Timmendorf eine Boutique. Inzwischen wird das Lebenswerk mit Enkel Marc auch von der dritten Generation getragen.

Ein Hauch von Traurigkeit ist an diesem herbstlichen Vormittag in den Räumen spürbar, doch das werden die Gäste später niemandem anmerken. „Erst kam immer das Geschäft, dann die Familie“, sagt Thomas Röger, der voller Wärme von seinem Vater spricht. Johnny Röger hatte sich aufgrund einer Krebserkrankung in Neustadt einer Operation unterziehen müssen. Er starb am 10. Oktober.

John Röger stammte aus einer Unternehmer-Familie, doch die väterliche Werft war nicht zu halten. Der gelernte Schiffbauer, den alle nur Johnny nannten, kam 1963 nach Niendorf und fing auf der Evers- Werft an. Wenn dort Schluss war, sei sein Vater von 16 bis 18 Uhr mit dem Tankwagen unterwegs gewesen und habe Heizöl ausgefahren. Anschließend ging’s in den Keller. In Nachtschichten wurde im Haus der Großmutter, dort, wo noch heute das Restaurant steht, zunächst eine Bar ausgebaut. Sie zog schon damals die Gäste an. Später folgte das Restaurant, in dem Ehefrau Marianne kochte, mit der Johnny Röger mehr als 53 Jahre verheiratet war. Zu den ersten Stammgästen gehörte Henry Nannen, andere Journalisten, Künstler und Sportler folgten. Die Hamburger-Szene traf und trifft sich in der Fischkiste. Werbung macht die Familie – ganz hanseatisch und im Sinne des Gründers – damit nicht. Verlässlichkeit habe seinen Vater immer ausgezeichnet. „Das schnelle Geschäft ist kein gutes Geschäft“, davon war Johnny Röger überzeugt.

Am Dienstag wurde Johnny Röger seinem Wunsch entsprechend im engsten Familien- und Freundeskreis auf dem Timmendorfer Waldfriedhof beigesetzt.

jhw

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