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Ostholstein Erna-Umwelthaus am Tierheim: Die Weichen sind gestellt
Lokales Ostholstein Erna-Umwelthaus am Tierheim: Die Weichen sind gestellt
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21:14 06.10.2017
So war es beim Fototermin im Juli: Werner Sach (links) und Uwe Klüver, erster und zweiter Vorsitzender von „Erna“, warten sehnsüchtig auf das Signal zum Baubeginn und präsentieren einen Stapel Aktenordner. Im Hintergrund „wartet“ die „Plietschgrün“-Hütte, die auch auf die Fläche gesetzt werden soll. *FOTO: ASTRID JABS
Eutin

Zwar muss am kommenden Mittwoch auch die Stadtvertretung einwilligen, aber bereits am Donnerstag waren im Gremium die Sympathien für das Projekt des Vereins „Erlebnis Natur“ („Erna“) zu erkennen. Gabriele Appel (SPD) äußerte: „Wir befürworten das Projekt und wollen es endlich auf den Weg bringen.“ Für den Geschmack von Heinz Lange (FWE) dauerte die Vorgeschichte viel zu lange. „Wir sollten jetzt alles dafür tun, damit dieses Haus endlich entsteht“, sagte er. In der Tat waren für das Umwelthaus, das „Erna“ mit seinem Vorsitzenden Werner Sach seit mehreren Jahren bauen will und in dem Kindern und Jugendlichen die Natur näher gebracht werden soll, schon mehrere Standorte im Gespräch.

Geld und Eigenleistungen vom Verein

150000 Euro wies der 2015 erstellte Finanzplan für das Umwelthaus aus. „Diese Summe wird nicht zu halten sein“, befürchtet Werner Sach.

75000 Euro sind „Erna“ von der Umweltlotterie Bingo zugesagt, 20000 Euro gibt die Aktiv-Region Schwentine-Holsteinische Schweiz , 50000 Euro wird „Erna“ selbst beisteuern – plus Eigenleistungen der rund 50 Mitglieder.

2013 strebte „Erna“ einen Standort für das damals noch „Bildungszentrum für Nachhaltigkeit“ genannte Vorhaben auf einer Fläche zwischen Kerntangente und Parkweg in Nachbarschaft des Naturerlebnisraums an. Es scheiterte an den hohen Baukosten (1,8 Millionen Euro) und der „streitwürdigen Kurvenlage“, so Werner Sach. Auch in das Vogthaus am Schlossgarten wäre „Erna“ gern gezogen, stellte aber selbst fest, dass die Räumlichkeiten zu beengt waren und keine Erweiterungsmöglichkeiten bestanden. „Auch mit Photovoltaik hätten wir in dem denkmalgeschützten Bereich nichts werden können“, sagt Sach. Ins Visier genommen wurde auch kurz der ehemalige Hausmeisterpavillon der Gustav-Peters-Schule, der sich ebenfalls als zu klein erwies.

„Mit dem Standort am Tierheim haben wir viele Vorteile. Er ist an der Streuobstwiese und im Umfeld unserer „Erna“-Hütte gelegen. Ideal“, findet der Vorsitzende. Die am Donnerstag von Stadtentwicklungsausschuss genehmigte Änderung des Flächennutzungsplans fehlte noch für das Baugenehmigungsverfahren. „Wenn die Stadtvertretung zustimmt, können Sie am nächsten Morgen den Bauantrag einreichen, auch wenn die F-Plan-Änderung erst nach drei Monaten rechtsgültig in Kraft tritt“, informierte Susanne Stange vom städtischen Bauamt Werner Sach noch in der Sitzung.

Die Fläche neben dem Tierheim ist längst vorbereitet, daneben steht die von „Erna“ erworbene, ehemalige „Plietschgrün“-Hütte, die – mit einem neuen Blockhaus verbunden – zum Umwelthaus werden soll.

Auf den insgesamt 90 Quadratmetern Grundfläche sind ein Versammlungsraum, eine Küche mit mehreren Herden und ein Büro vorgesehen.

„Dass wir bisher keinen witterungsunabhängigen Raum hatten, war immer unser großes Problem“, sagt Werner Sach. Er ist froh, dass der Bau nun in Sichtweite ist, aber etwas verbittert, dass es so lange gedauert hat. „Es hat zu viele Versprechen gegeben, die nicht eingehalten wurden.“

Ulrike Benthien

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