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Ostholstein Ernst-Joachim Meseck – von guten Mächten wunderbar geborgen
Lokales Ostholstein Ernst-Joachim Meseck – von guten Mächten wunderbar geborgen
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13:06 18.05.2016
Eine Ehrenformation der Eutiner Schützen flankierte den mit roten und weißen Rosen geschmückten Sarg Ernst-Joachim Mesecks in der fast vollbesetzten Michaeliskirche. Quelle: Fotos: M. Janke-Hansen
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Eutin

Der Tod könne uns unsere Lieben nehmen, aber nicht unsere Liebe, sagte Matthias Wiechmann am Dienstagnachmittag in St. Michaelis. In der fast vollbesetzten Eutiner Stadtkirche nahmen neben Familie und Freunden ganz unterschiedliche Menschen aus Kommunal-, Kreis-, Landes- und Bundespolitik, Kulturschaffende ebenso wie Vertreter der Wirtschaft, zahlreicher Organisationen, zudem Honoratioren aus Stadt und Kreis Abschied von Ernst-Joachim Meseck. Eutins langjähriger Bürgervorsteher und späterer Ehrenbürgervorsteher war am 6. Mai an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben.

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Eine Ehrenformation der Eutiner Schützen flankierte den mit roten und weißen Rosen geschmückten Sarg Ernst-Joachim Mesecks in der fast vollbesetzten Michaeliskirche.

Matthias Wiechmann, heute Propst im Ruhestand, ist der Familie Meseck eng verbunden und skizzierte in einer sehr persönlich gehaltenen Trauerrede nicht nur das große Engagement des gebürtigen Lübeckers für die Rosenstadt, sondern vor allem die „warmherzige, humorvolle und zupackende Art“ dieses „äußerst geschickten Machers“.

Als dieser erst vor wenigen Wochen die erschütternde Diagnose erhalten habe und sich Familie und Freunde fassungslos zeigten, habe sich Jochen Meseck der Realität gestellt und kämpfen wollen. Und selbst als klar gewesen sei, dass er diesen Kampf angesichts des „heimtückischen Überfalls auf das Leben“ nicht gewinnen könne, sei er getragen von der Liebe seiner Frau, seiner Kinder, Enkel und Schwestern „bescheiden, dankbar und diszipliniert“ gewesen.

Die besondere Innigkeit zwischen Sonja und Ernst-Joachim Meseck, die Liebe zur Musik und die Verbundenheit zu zahlreichen Bekannten und Freunden war während der fast 90-minütigen Trauerfeier deutlich spürbar. Denen, die dort saßen, war es nicht Pflicht, sondern ein Herzensanliegen, sich von einem großen Eutiner zu verabschieden. Und selbst die, die einander nur flüchtig kannten, sahen sich verbunden durch vielfältige Erinnerungen an einen bemerkenswerten Mann.

Die Festspiele würdigten den Verstorbenen mit einem besonderen Gruß, dem „Ave Maria“, vorgetragen von der Sopranistin Katharina Kühn. Immer wieder wurde die Trauerfeier von Musikstücken begleitet, die Jochen Meseck, selbst ein begeisterter und begabter Klavierspieler, der mehrere Instrumente beherrschte, zu Hause gern intoniert hatte. So auch Mozarts Rondo alla Turca.

Vor dem „As Time goes by“ aus dem Filmklassiker „Casablanca“ zum Ausklang der Trauerfeier stimmten Propst und Gemeinde das vertonte Dietrich-Bonhoeffer-Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ an, das dieser während seiner Gestapo-Haft im Dezember 1944 geschrieben hatte. Im Vertrauen auf Gott zeige sich der Glaube, so Wiechmann. Jochen Meseck sei im Kreise derer, die ihn lieben, friedlich von dieser Welt gegangen. „Fürchte Dich nicht, der Herr behütet Dich. In seiner Liebe wirst Du auch jetzt geborgen sein.“

 Martina Janke-Hansen

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