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Ostholstein Erschließung des Baugebiets am Neustädter Ostring beginnt
Lokales Ostholstein Erschließung des Baugebiets am Neustädter Ostring beginnt
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20:44 31.10.2013
Das Baugebiet liegt am Ostring. Dieser ist links in gelb eingezeichnet. Zunächst sollen der oberere Bereich in Höhe der Kirchhofsallee und der untere Bereich angrenzend an Famila bebaut werden. Grafik: Gollan (hfr)

Die Preise stehen fest, der Verkauf der Grundstücke kann beginnen. Das Neubaugebiet am Neustädter Ostring wird endlich Wirklichkeit. Fast 15 Jahre nachdem die Unternehmensgruppe Gollan aus Beusloe die 50 Hektar von einem Landwirt erworben hat, soll im November die Erschließung beginnen. Das Interesse an Eigentum ist groß. „Die Nachfrage übersteigt die Anzahl der Grundstücke, die für den ersten Bauabschnitt vorgesehen sind“, sagt Geschäftsführer Thilo Gollan.

Der Quadratmeterpreis beginnt bei 119 Euro. Hinzu kommt noch die Erschließungsgebühr der Stadtwerke. Wie hoch diese ausfallen wird, hängt von dem jeweiligen Grundstück ab und kann bei den Stadtwerken erfragt werden. Ob dieser Betrag Käufer abschreckt oder anlockt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Fakt ist, dass die Planungen bislang eine Fläche von 17 Hektar betreffen. Diese beginnt in Höhe der Kirchhofsallee und reicht südwärts bis an Famila und Aldi heran. „Es sind bis zu 150 Grundstücke möglich, wobei dies von der jeweiligen Größe abhängt“, betont Gollan. Die Mindestgrundstücksgröße beträgt 360 Quadratmeter.

Der erste Abschnitt soll in den kommenden drei bis vier Jahren volllaufen. Anschließend könnte der zweite direkt hinterher geschoben werden. „Wann genau es so weit sein wird, ist schwer zu sagen und hängt mit dem Bedarf zusammen“, erklärt Gollan. Für den ersten Abschnitt interessieren sich übrigens viele Menschen aus der Region. „Rund die Hälfte kommt aus Neustadt. Es sind viele Familien, oder Paare, die Nachwuchs planen. Hinzu kommen Ältere, die sich verkleinern wollen“, sagt Gollan. Zudem rechnet er mit weiteren Interessenten, sobald überregionale Werbung geschaltet wird.

Das Geschäft mit den Bauplätzen soll bereits in den kommenden Wochen anlaufen. „Wir haben die Interessenten gelistet und Kontakt aufgenommen. Die Kaufverträge werden vorbereitet und wir werden auch dieses Jahr schon verkaufen. Bezahlt werden muss aber erst im kommenden Jahr“, so Gollan. Zudem berichtet er, dass die Grunderwerbssteuer zum 1. Januar 2014 von derzeit fünf auf 6,5 Prozent steigen wird.

Im Sommer 2014, spätestens aber im Frühherbst sollen die ersten Häuser entstehen und das ohne Baubindung — sprich: das Haus müsse nicht nur mit der Unternehmensgruppe aus Beusloe gebaut werden. Zuvor werden die Stadtwerke unter anderem Kanäle und Rohre für Regenwasser, Abwasser, Gas und Strom legen. „Auch wird es Leerrohre für Breitbandkabel geben. Wir verhandeln derzeit mit einem Anbieter, das Gebiet anzuschließen“, berichtet Gollan. Ebenfalls sollen zeitnah alle Fahrbahnen, Wege, Bordsteine und die parkähnlichen Flächen gebaut werden.

Zudem berichtet Thilo Gollan, dass zwischen Ostring und den ersten Grundstücken eine etwa 30 Meter breite Grünfläche entstehen soll. „Ein Lärmschutz-Gutachten hat ergeben, dass ein Wall nicht notwendig ist.“ In Höhe der Kirchhofsallee wird es aber eine Art Verkehrsinsel als Übergang geben. Auch sollen Leitungen für eine Ampel verlegt werden. „Die wird aber erstmal nicht gebaut“, betont der Geschäftsführer.

Pläne, das Gelände — welches auch unter dem Namen „Lübscher Mühlenberg“ bekannt ist — zu bebauen, gibt es bereits seit mehr als zehn Jahren. Im Juni 2000 erwog die Stadt ein Mischgebiet auszuweisen.

Vier Jahre später sprach sich die SPD strikt gegen ein solches Gebiet aus. Die Begründung damals: Für weitere Wohn- und Gewerbegebiete gebe es derzeit keinen Bedarf. 2006 folgte das Aus für die Planung. Die SPD überstimmte die CDU, um das Projekt vorerst zu stoppen. Im September 2011 ging es in die nächste Runde. Der Bedarf nach Wohnraum war plötzlich vorhanden. Die Stadtvertreter stimmten einhellig für das Baugebiet.

Mitarbeiter der Unternehmensgruppe Gollan werden Fragen zum Baugebiet auch am Wochenende bei der Gogenkrog-Messe beantworten.

Sebastian Rosenkötter

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