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Ostholstein Erst kam die Feuerwehr — danach der Abrissbagger
Lokales Ostholstein Erst kam die Feuerwehr — danach der Abrissbagger
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20:16 28.01.2016
Mit der Drehleiter werden die Feuerwehrkräfte hochgehievt, dann öffnen sie die Dachhaut und steigen ein.

Auf den ersten Blick hört sich das Ganze höchst dramatisch an. Denn erst kam die Feuerwehr, dann der Abrissbagger. Doch keine Sorge: Alles ist sorgsam geplant.

Am Ortseingang von Burg entsteht — von Puttgarden aus kommend — ein völlig neues Stadtentree. Auf der rechten Seite des Niendorfer Weges plant die fehmarnsche HT Immobilien GmbH der Familie Thelosen ein neues Wohnhaus. Genauer gesagt: ein Energieeffizienzhaus mit 35 modernen Wohnungen.

Dafür muss das bestehende Gebäude auf dem Eckgrundstück gegenüber dem Parkplatz weichen. Die bisherige Immobilie der Familie Claus-H. Simon, die hier langjährig ein Versicherungsbüro betrieben hat, wird abgerissen. Der Neubau soll bis zum ersten Halbjahr 2017 auf dem etwa 2800 Quadratmeter großen Baugrundstück entstehen (die LN berichteten).

Kleiner Nebeneffekt: Das Neubau-Projekt war vor wenigen Tagen ein Glücksfall für Fehmarns Feuerwehr. Denn wie schon 2013 beim Bauprojekt am Burger Schwanenteich stellte Bauherr Tim Thelosen der Feuerwehr auch dieses Gebäude unmittelbar vorm Abriss für eine große Wehrübung zur Verfügung. „Das ist natürlich ein optimales Objekt für uns“, betonte Burgs Wehrführer Friedrich Rathjen.

Denn ohne Rücksicht auf Gebäudeschäden konnten die Einsatzkräfte Personen hinter verschlossenen Türen suchen oder die Dachhaut öffnen und unter Atemschutz einsteigen. 27 Feuerwehrkräfte aus Burg, Landkirchen, Bannesdorf und Vadersdorf-Gammendorf waren beteiligt, darunter allein 18 Atemschutzträger. Später seilten sie sich aus dem Obergeschoss ab und übten ihre Eigenrettung.

Aufmerksame Beobachter war die Familie Thelosen mit Tochter Thea. Vorm Zubettgehen staunte sie, dass ihr Opa Heinrich mit der Drehleiter hochgehievt wurde.

„Die Feuerwehr rettet im Ernstfall Leben. Gerne helfen wir ihr mit einem idealen Übungsobjekt.“
Tim Thelosen, Bauherr

Gerd-J. Schwennsen

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