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Ostholstein Erster Auftritt des neuen Regionalmanagers
Lokales Ostholstein Erster Auftritt des neuen Regionalmanagers
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20:46 09.06.2017
Fehmarn

Als Regionalmanager für Fehmarn und Großenbrode ist er Neuling. Aber Jürgen Zuch, seit Anfang Juni im Burger Rathaus tätig, verfügt über jahrelange einschlägige Erfahrung beim Amt Oldenburg- Land in Sachen feste Beltquerung. In dieser Woche hatte er seinen ersten Auftritt im Hauptausschuss Fehmarn.

Erstmals im Hauptausschuss: Jürgen Zuch. Quelle: Foto: Gjs

Für Zuch war es ein (fast) nahtloser Übergang. Die ersten Ernüchterungen waren zudem programmiert: Mit nicht einmal drei Wochen Vorlaufzeit reisten die vier Vertreter der Stadt Fehmarn zweimal zum Mammut-Anhörungsverfahren zum geplanten Belttunnel nach Lübeck. „Wir haben unsere Positionen deutlich vertreten“, ergänzte der stellvertretende Bürgermeister Werner Ehlers (CDU). Doch die Kritik war unüberhörbar. Die zahlreichen Einwendungen der Kommune wurden protokolliert – mehr nicht. „Das war ernüchternd“, so Zuch: „Und es wird später noch öfter Antworten geben, die uns nicht gefallen werden.“ Vor allem habe die Stadt auf große Widersprüche in den Planungen hingewiesen. Dazu zähle auch, dass im Fehmarnbelt ein NSG-Gebiet mit Angel- und Kiteverboten geplant werde, aber in kaum 500 Meter Entfernung ein Milliardenbauvorhaben starten soll, dessen Sedimentaufwirbelungen genau dieses Gebiet empfindlich belasten könnten. Kritisch zu bewerten sei auch, dass Femern A/S von täglich zusätzlich 200 Lkw auf der Sundbrücke zur Tunnelbaustelle ausgehe. Ehlers: „Es gab keinerlei Zugeständnisse für Fehmarn.“

Auch auf anderen Ebenen ist Regionalmanager Zuch bereits aktiv. So hat er die Arbeiten der DB am Sund im Blick: „Nicht dass dort Fakten geschaffen werden, die später Varianten der Sundquerung ausschließen.“ Sehr kritisch bewertet werde von Fehmarn wie Großenbrode, dass die DB voraussichtlich ab 2020 einen mindestens vierjährigen Bahn-Ersatzverkehr auf der Vogelfluglinie plane.

In der lebhaften Debatte nannte Zuch noch ein Sorgenkind: „Es gibt Studien, wonach bis zum Jahrhundertende der Meeresspiegel um durchschnittlich bis zu 1,70 Meter ansteigen soll.“ Dieser Anstieg mache auch vor Tunnel oder Brücke nicht halt.

gjs

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