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Erster Spatenstich auf Fehmarn: K 43 wird endlich ausgebaut

Fehmarn Erster Spatenstich auf Fehmarn: K 43 wird endlich ausgebaut

Bauarbeiten für Acht-Millionen-Projekt „Blieschendorfer Allee“ beginnen Dienstag – Teilweise gibt es Vollsperrungen – Gesamtmaßnahme soll 2019 fertiggestellt sein.

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Los geht’s: Landrat Reinhard Sager (v.l.), Bürgermeister Jörg Weber, Kreispräsident Ulrich Rüder, Minister Reinhard Meyer, Moritz Stamer.

Fehmarn. Fehmarn. Sie ist – gleich nach der E 47 von und nach Puttgarden – Fehmarns wichtigste Straße – und seit Jahrzehnten schon ein großes Sorgenkind. Doch jetzt endlich dürfen die Insulaner aufatmen: Denn kommende Woche beginnt der überfällige Ausbau der Kreisstraße 43 von Blieschendorf nach Burg. Ein Riesenprojekt in drei Bauabschnitten, das voraussichtlich erst 2019 fertiggestellt wird.

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Bauarbeiten für Acht-Millionen-Projekt „Blieschendorfer Allee“ beginnen Dienstag – Teilweise gibt es Vollsperrungen – Gesamtmaßnahme soll 2019 fertiggestellt sein.

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Historie

1924 wurden die jetzige K 43 (Blieschendorfer Allee) und die frühere Sundchaussee als erste in Apshaltbauweise errichtete Straßen auf der Insel Fehmarn ausgebaut.

Schon damals war sie eine der wichtigsten Transportverbindungen zwischen Burg und dem Fähranleger

Fehmarnsund zum Festland.

Dafür stellt das Land Fördermitteln von bis zu 4,9 Millionen Euro bereit. „Trotz dieser Zusage ist die Entscheidung dafür manchem Kreispolitiker vom Festland nicht leicht gefallen“, bekannte Ostholsteins Landrat Reinhard Sager (CDU) gestern Mittag unmittelbar vor den symbolischen ersten Spatenstich. Denn den Rest trägt der Kreis Ostholstein. Laut Sager liegen die Gesamtkosten bei fast acht Millionen Euro.

Wichtig war ihm aber, das Land in die Pflicht zu nehmen – und gleichzeitig schon seit Jahren gemachte Zusagen aus Eutin endlich einzuhalten. Sager: „Dieser Termin heute ist im Vorfeld der geplanten festen Beltquerung ein klares Signal vom Land, dass es den Kreis Ostholstein und die Stadt Fehmarn nicht im Stich lässt.“

Ähnlich wertete es Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) – der bei Lensahn auf der Autobahn im Stau steckengeblieben war und deshalb leicht verspätet eintraf. Meyer: „Auch wir haben unser Wort gehalten. Denn die feste Beltquerung ist eine Belastung für die Insel – das das hat nie jemand in Zweifel gezogen.“

Zuletzt wuchs aber aus Eutin und Fehmarn der Druck auf Kiel, diesen Ausbau zu forcieren, bevor andere gravierende Baumaßnahmen wie der zweispurige Ausbau der B 207, eine neue Sundquerung und schließlich der Baubeginn für den Belttunnel kommen. Ganz problemlos verlief dieser Kraftakt aber nicht.

Erstens: In der Prioritätenliste des Landes rangiert die „Blieschendorfer Allee“, so bis heute benannt nach der Ende 2007 gefällten früheren Pappelallee, je nach Jahreszeiten auf unterschiedlichen Positionen. Konkret: Im Winter ergab die Verkehrszählung täglich rund 3500 Fahrzeuge, im Sommer – mit Zielverkehr Burger Innenstadt, Hafen Burgstaaken und Ferienzentrum Burgtiefe – fast 6000.

Und zweitens: Am Grunderwerb für den Straßenausbau haben sich Kreis und Stadt jahrelang die Zähne ausgebissen. Laut Sager ist er immer noch nicht vollständig abgeschlossen.

Jetzt geht es aber los – in drei Bauabschnitten. Nur das Kite- Event wird abgewartet, dann starten am Dienstag die Arbeiten im ersten Bauabschnitt mit teilweise Vollsperrungen. Insgesamt soll die K 43 auf einer Gesamtlänge von 3,8 Kilometern von derzeit 5,2 auf 6,5 Meter Breite ausgebaut werden, damit ein gefahrloser Begegnungsverkehr auch von Lkw, Bussen und landwirtschaftlichen Fahrzeugen möglich wird. Außerdem wird ein Radweg gebaut, und es gibt einen Allee-Ersatz.

In der ersten Phase wird der Bereich zwischen der Einmündung der L 217 und der Gemeindestraße Schaarwisch (Blieschendorf) ausgebaut – mit Vollsperrung bis etwa Mitte Dezember 2016.

Gerd-J. Schwennsen

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