Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Erster Spatenstich für neue Waldorf-Kita am 1. März
Lokales Ostholstein Erster Spatenstich für neue Waldorf-Kita am 1. März
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:12 08.01.2013
Der Erbbaurechtsvertrag mit der Stadt ist bereits geschlossen, zwischen Tennis- und Turnhalle wird ab 1. März gebaut. Anke Iske, Björn Prölß und Silk Wirth (r.) vor Ort mit den Plänen für Kindergarten und Krippe.

Viele Jahre hat der Waldorfkindergarten aus der Beuthiner Straße ein neues Domizil gesucht, erst wurde nach Mietobjekten Ausschau gehalten, dann nach Grundstücken für einen Neubau. Jahrgänge von Kindern wechselten unterdessen aus dem Kindergarten in die Schule. 2011 zerschlugen sich weit gediehene Pläne für eine Einrichtung in Nachbarschaft der Gustav-Peters-Schule und des Tennis-Clubs Grün-Weiß. Mit großem Elan startete ein neuer Vorstand — der Kindergarten wird getragen vom Verein zur Förderung der Waldorfpädagogik in Eutin — durch.

Ergebnis: Am 1. März soll der erste Spatenstich für den neuen Waldorfkindergarten getan werden, für den 1. August ist der Einzug geplant.

„Wir haben wirklich in einem Jahr alles neu aufgerollt“, sagen die Vorstandsvorsitzenden Anke Iske und Björn Prölß. Das Tempo, das ihr Projekt aufgenommen hat, scheint die Verantwortlichen gelegentlich selbst zu zu erstaunen: „Der Termin 1. August ist sehr ambitioniert“, gibt Vorstandsmitglied Silk Wirth zu. Dabei machen sie sich selbst Dampf: „Der Mietvertrag für das Haus in der Beuthiner Straße ist zu Ende Juli gekündigt.“ Die kurze Bauzeit für das neue Waldorf-Zuhause resultiert aus einer Tafelbauweise, das Holzhaus wird von der Firma Fjorborg in Flensburg errichtet. „Sie hat bereits Erfahrung im Bau von Kindergärten und ist uns sehr entgegengekommen“, berichtet das Trio.

Der Waldorfkindergarten wird jetzt nicht weit von dem zuletzt ins Auge gefassten Standort angesiedelt. Er schließt quasi eine „Baulücke zwischen der Tennishalle und der Turnhalle der Peters-Schule.

Vorteil: „Dort sind Gas-, Strom- und Wasserleitungen sowie die Zuwegung schon vorhanden“, so Silke Wirth. Eltern, die ab Sommer ihre Kinder mit dem Auto zum Kindergarten (22 Plätze) und in die im Waldorf-Angebot neue Krippe (zehn Plätze, Anmeldungen unter Telefon 045 21/12 34) bringen, biegen von der Kerntangente gegenüber des Schützenweges ab. Direkt vor dem Haus gibt es sieben Parkplätze.

„Man muss schon viel Leidenschaft für so ein Projekt mitbringen“, bilanziert Anke Iske nach einem Jahr „mit zahlreichen Treffen, Gesprächen, Telefonkonferenzen“. Die Kosten gegenüber dem 2011 geplatzten Vorhaben wurden reduziert, rund 549 000 Euro müssen für den Neubau insgesamt aufgebracht werden. Rund 183 000 Euro gibt es als Zuschüsse für die Krippe von Stadt, Land und Bund.

Zudem wird die Stadt voraussichtlich einen weiteren Zuschuss für den Waldorfkindergarten in Höhe von 25 000 Euro gewähren — so lautet die Empfehlung der Verwaltung für den Haushalt 2013. 270

000 Euro werden als Bankdarlehen aufgenommen, 71 000 Euro sind als Eigenmittel vom Verein zu stemmen.

18 Stiftungen hat der Vorstand angeschrieben, den Kindergarten mit einem selbst gedrehten Film vorgestellt und um finanzielle Unterstützung gebeten. „Das war ein Riesenaufwand“, so Prölß. Er hat sich gelohnt, eine Stiftung sicherte großzügige Hilfe zu. Die Software AG-Stiftung, eine Förderstiftung aus Darmstadt, schießt zum Waldorf-Neubau 45 000 Euro zu.

Aber es kommt noch besser. „Die Stiftung hat uns ein sogenanntes Matching-Verfahren angeboten. Auf jede Spende, die wir innerhalb der nächsten drei Jahre erhalten, legt sie die gleiche Summe obendrauf“, erläutert Anke Iske. Die Grenze liegt bei 10 000 Euro. Gelingt es dem Verein also, 10 000 Euro an Spenden einzuwerben, bekommt er letztlich 20 000 Euro (Spendenkonto 189

104 268, BLZ 213 522 40).

Iske, Prölß und Wirth sind erleichtert, dass es jetzt bald losgeht. „In der Beuthiner Straße hätte der Kindergarten keine Zukunft gehabt“; sagt Prölß. „Das wäre für die Stadt doch traurig gewesen, wenn es hier keinen Waldorf-Kindergarten mehr gegeben hätte“, findet Anke Iske.

Ulrike Benthien

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 07:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Großeinsatz für die Oldenburger Feuerwehr. Verletzt wurde niemand.

08.01.2013

Tordis Batscheider über 14-Stunden-Tage, die Fraktionen — und Dackel „Hermann“.

08.01.2013

Der Ferienpark an der Hohwachter Bucht baut sein Festivalprogramm aus. Im November soll Weissenhaus zu „Wacken light“ werden, im Frühjahr gibt es das „Latin Dance Camp“.

08.01.2013
Anzeige