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Ostholstein Erstes Anlegemanöver am neuen Steg
Lokales Ostholstein Erstes Anlegemanöver am neuen Steg
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22:17 22.06.2017
Bosaus Bürgermeister Mario Schmidt empfängt die „MS Antje“ mit Festmacher Horst Rosenkranz am neuen Fähranleger am Bischofsee. Quelle: Fotos: Beke Zill
Bosau

Als Festmacher und Kassierer Horst Rosenkranz den Tampen um den Pfahl schwang, wartete Mario Schmidt bereits auf dem neuen Steg in Bosau und empfing das Schiff „MS Antje“ auf ihrer Bosau-Fahrt auf dem Großen Plöner See. Der Bürgermeister begrüßte nach dem Anlegen den ersten Gast, der das hölzerne Bauwerk betrat. „Willkommen, das ist übrigens unser neuer Anleger“, sagte Schmidt zu der etwas verdutzten Urlauberin Liane Walter, die gerade ausstieg und dabei ein Blümchen überreicht bekam. Während die gebürtige Berlinerin und die anderen Passagiere an Bord noch die Rundtour genossen, wurde der Neubau bereits feierlich eingeweiht.

Bosaus Bürgermeister feiert zusammen mit Gästen die Einweihung des Bauwerks.

In seiner Eröffnungsrede betonte Schmidt vor zahlreichen Gästen, wie wichtig die Erneuerung des in die Jahre gekommenen Anlegers war. „Nun können auch Rollstuhlfahrer, Gehbehinderte, Fahrradfahrer und Familien mit Kinderwagen den Anleger besser nutzen“, betonte der Bürgermeister und freute sich, dass der 13,50 Meter lange und 2,60 Meter breite Steg endlich barrierefrei ist, damit alle Besucher ungehindert die „MS Antje“ betreten können. „Für die Gemeinde ist das Fährschiff über den Großen Plöner See touristisch sehr bedeutsam“, sagte er. Die Verbindung zwischen Plön, Plön-Fegetasche, Prinzeninsel und Bosau am Bischofsee werde von den Gästen sehr geschätzt.

Bei aller Euphorie über das aus Lärchen- und Douglasienholz hergestellte Bauwerk gab es jedoch einen Wermutstropfen, wie Schmidt betonte. Die Kosten von erst 34 450 Euro wurden um 4450 Euro überschritten. Der Grund: Der Kreis Ostholstein stufte den Steg als Neubau ein. Die Folge: „Die Pfähle stecken fünf Meter tiefer im Boden als bisher“, erklärte Schmidt die Bauverzögerung und die erhöhten Kosten. Am Ende kostete der Anleger 38 900 Euro, 16470 wurden durch EU-Fördergelder der AktivRegion Schwentine-Holsteinische Schweiz finanziert. Der Tourismusverein Bosau gab 1500 Euro, die Plöner Motorschifffahrt beteiligte sich mit 1000 Euro am Projekt. „Die Schifffahrtslinie nach Bosau ist eine wichtige Sache“, sagte Sven Sacknieß, Vorsitzender des Tourismusvereins Bosau, der nach Mario Schmidt ebenfalls ein paar Worte an die Gäste richtete. Danach zerschnitten Schmidt, Sacknieß, Elke Glau-Koll von der Plöner Motorschifffahrt und Günter Möller von der Aktivregion ein Band, das über den Steg gespannt war.

Als die „MS Antje“ abends wieder ablegte, gingen Marianne und Jens Oertel an Bord. Das Paar war das Erste, das vom neuen Steg aus wieder einstieg und Bosau verließ.

 Beke Zill

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