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„Es geht um die Sache, nicht um persönliche Befindlichkeiten“

Heiligenhafen „Es geht um die Sache, nicht um persönliche Befindlichkeiten“

Erst Bürgermeisterwahl, dann Sitzungs-Turnus und jetzt Sommerpause: Die LN sprachen mit Heiligenhafens Bürgermeister Heiko Müller.

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Heiligenhafens Bürgermeister Heiko Müller erklärt gestenreich, was ihm gerade missfällt und was er vorhat.

Quelle: Peter Mantik

Heiligenhafen. Erfolgreiche Bürgermeisterwahl, dann Sitzungs-Turnus, jetzt Sommerpause: Endlich Zeit für Entspannung?

LN-Bild

Erst Bürgermeisterwahl, dann Sitzungs-Turnus und jetzt Sommerpause: Die LN sprachen mit Heiligenhafens Bürgermeister Heiko Müller.

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Hafen-City

Mit den Erstentwürfen einer neuen Hafengestaltung von SKAI (Siemer Kramer Architekten Ingenieure) aus Hamburg warb Heiko Müller bei der Bürgermeisterwahl. Im Herbst soll das Projekt öffentlich vorgestellt werden. Entscheiden muss die Politik.

Heiko Müller: Ich gönne mir vielleicht einen kurzen Break, aber keinen richtigen Urlaub. Tatsächlich läuft im Hintergrund vieles. Stichwort Lidl-Ansiedlung. In diesem Kontext kann ich nach wie vor nicht verstehen, dass gegen den Wunsch der Bevölkerung ein attraktiver Anbieter wie DM-Markt neben Lidl oder auch Edeka politisch strikt abgelehnt wird. Parallel zu diesem Thema arbeite ich an der Realisierung von sozialem Wohnraum. Hier wird uns unter anderem der ehemalige Innenminister Andreas Breitner, der aktuell Verbandsdirektor der Wohnungswirtschaft Norddeutschland ist, unterstützen. Daneben gibt es private Investoren.

Politik und Bürgermeister scheinen aber weiter unterschiedliche Kurse zu steuern, oder?

Müller: Nach meinem Eindruck ist es so, dass alles, was von mir und Architekt Gollus kommt, politisch verhindert werden muss. Hier geht es offensichtlich nicht mehr um die Sache. Aktuell wurden insgesamt 2,1 Millionen Euro an Fördergeldern für zwei Projekte, die von externen Stadtentwicklern vorgeschlagen wurden, abgelehnt.

Gab es schon das von Ihnen in Aussicht gestellte Mediations-Gespräch für ein harmonischeres Miteinander?

Müller: Ein Gespräch hat es noch nicht gegeben. Dafür war noch keine Zeit.

Es gab in der Stadtvertretung wieder verbale Auseinandersetzungen. Wie sind die abzustellen?

Müller: Richtig ist, beide Seiten müssen aufeinander zugehen auf der Basis der Gemeindeordnung. Noch scheint es oft so, als ob es ein Spiel ohne Grenzen wäre. Es geht um die Sache und nicht um persönliche Befindlichkeiten.

Das kritische Kubus-Gutachten ist vom Tisch, wurde hier Geld aus dem Fenster geworfen?

Müller: Es ist nicht vom Tisch. Es ist eine solide Basis für dringend notwendige Veränderungen im Bereich der städtischen Betriebe. Nur das Ergebnis der Untersuchungen passte den Stadtvertretern nicht. Mein Eindruck ist: Kubus sollte öffentlich degradiert werden. Das lässt sich an Aussagen einiger Stadtvertreter ablesen und das macht Kubus nicht mit.

Sie warben im Wahlkampf mit der Hafen-City. Wie ist da der Stand?

Müller: Die erste Entwurfsplanung wird aktuell überarbeitet und vom Investor baldmöglichst öffentlich vorgestellt. Dieses Projekt soll die Attraktivität der Stadt und des Hafens massiv steigern.

Man hört hierzu aus der Politik fast nur kritische Stimmen. Wie wollen Sie dafür eine Mehrheit kriegen?

Müller: Ich halte mich bewusst raus. Die Investoren werden die Politik überzeugen müssen. Die Resonanz im Internet ist sehr positiv.

Die Politik hatte aber die HVB mit der Überplanung des Hafens beauftragt . . .

Müller: Mir ist es egal, wer das Projekt begleitet, gern auch die HVB. Kein Problem.

Was dürfen wir dieses Jahr noch in Heiligenhafen erwarten?

Müller: Ich hatte gehofft, dass sich der politische Selbstreinigungsprozess nach der Bürgermeisterwahl zeitnah umsetzt. Der Bürgervorsteher als oberster politischer Repräsentant der Stadt hat sein Amt und das des Bürgermeisters massiv öffentlich beschädigt. ich zweifle da stark sein Demokratieverständnis an. Seit der Bürgermeisterwahl gibt es keine Zusammenarbeit mehr. Herr Grönwald ist für mich nicht präsent.

Interview: Peter Mantik

LN

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