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Ostholstein Europa oder die Welt – wir kommen!
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20:42 11.10.2016
Schülerin Anna-Christina Wolf (18, l.) informiert sich bei Lisa Schrader (23) von Kultur Life über Work and Travel im Ausland. Quelle: Beke Zill

Workshops floppten, Seminarleiter kosteten viel Geld. Doch wie schafft man es sonst, die Schüler und Auszubildenden der Europaschule in Eutin über Möglichkeiten der Auslandsaufenthalte zu informieren? 2015 kam erstmals die Idee auf, eine Messe an der Beruflichen Schule zu organisieren. Gestern fand nun die zweite Auflage statt, bei der die Gastgeber, die Handwerkskammer Lübeck, die Europa-Universität Flensburg, die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein sowie viele namhaften Organisationen im Bereich Auslandsaufenthalte und Praktika den Schülern Rede und Antwort standen.

Schulen mit Europa-Titel

40 von 300 Einrichtungen in Deutschland, die den Titel Europaschule tragen, gibt es in Schleswig-Holstein.

In Eutin gibt es zwei: Die Berufliche Schule und das Carl-Maria-von-Weber-Gymnasium dürfen sich Europaschule nennen.

„Die Resonanz ist ziemlich gut“, freute sich Europakoordinator Gerald Schlüter. Etwa 1000 Interessierte lauschten den Vorträgen oder kamen mit den Ausstellern ins Gespräch. Beim Stand des American Institute For Foreign Study (AIFS), einem der führenden Anbieter im Bereich Educational Travel, blätterten Petra Sauer-Wolfgramm und Benno Wolfgramm aus Plön in einem Katalog. Wie viel kostet ein Auslandsaufenthalt? Wie lange dauert der? Muss der Flug selbst bezahlt werden? Ihre 17-jährige Tochter Emily will als Au Pair am liebsten in die USA, ein halbes Jahr Australien wäre vielleicht auch interessant. Zwar war gestern das Schwerpunktthema Europa, doch die Jugendlichen zieht es oft weiter weg.

Das Ehepaar findet es gut, dass ihr Kind ins Ausland möchte. „Die jungen Leute werden selbstständiger, erwachsener“, sagte Wolfgramm. Tugba Sahan und Lisa Sprenger waren mithilfe von AIFS bereits im Land der unbegrenzten Möglichkeiten und erzählten als sogenannte „Returner“ von ihren Erfahrungen. „Es gibt im Vorfeld so viele Fragen, die geklärt werden müssen“, erklärte die 22-jährige Sahan.

Deshalb seien Messen an Schulen so wichtig, um sich auszutauschen. Die beliebtesten Ziele der Jugendlichen seien die USA und Australien, wo derzeit „Work and Travel“

und die Arbeit als Au Pair im Trend liegen.

Auch Anna-Christina Wolf möchte weg. Die 18-Jährige schließt an der Beruflichen Schule in einem Jahr ihr Fachabitur ab. Lisa Schrader (23) von der Organisation Kultur Life informierte die Schülerin über das Arbeiten auf Farmen in Neuseeland und Australien. „Ich möchte anpacken und an der frischen Luft sein“, sagte Wolf.

Und wer an der Beruflichen Schule ausgebildet wird, ein Praktikum machen muss und das im Ausland will, der bekommt auch eins, garantierte Schlüter. Man bräuchte sich auch keine finanziellen Sorgen zu machen, sagte er in seinem Vortrag, den auch Zimmermann-Lehrling Jasper Dempf besuchte. „Ich überlege“, sagte er. Nicht nur der 18-Jährige war neugierig geworden auf Europa und die Welt.

Beke Zill

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