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Ostholstein Claudia Falk organisiert auch 2019 das Stadtfest
Lokales Ostholstein Claudia Falk organisiert auch 2019 das Stadtfest
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18:24 28.11.2018
Aller guten Dinge sind drei: Claudia Falk wird auch im kommenden Sommer das Stadtfest mit Großflohmarkt in Eutin organisieren. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

 Sie hat lange überlegt, ob sie es noch einmal wagen will. Aber Claudia Falk brennt für das Eutiner Stadtfest, und so erklärte sie dem Hauptausschuss am Dienstag ihre Bereitschaft, es 2019 zum dritten Mal zu organisieren. Am 17. und 18. August sollen Stadtfest und Großflohmarkt wieder zigtausende Besucher anziehen – es ist dann die 35. Großveranstaltung. Allerdings ergänzte die Betreiberin der Nordlicht Agentur ihre Zusage um den Antrag auf eine höhere Förderung. Statt eines Zuschusses in Höhe 17 500 Euro wie in diesem Sommer erhofft sie sich für das kommende Jahr 25 000 Euro von der Stadt. Die wurden ihr vom Hauptausschuss innerhalb der Haushaltsberatungen für 2019 auch zugestanden (zwei Vertreter der FWE enthielten sich bei der Abstimmung).

Die 37-Jährige betonte, sie wolle den „nicht kommerziellen Eindruck“ des Stadtfestes unbedingt beibehalten und weiter Vereine und soziale Organisationen einbinden. Der Kinderflohmarkt solle kostenlos bleiben wie auch die Kinder-Spiellandschaft. Straßen und Wege sollten 2019 erneut fantasievoll und detailverliebt dekoriert werden, sie wolle noch mehr Kleinkünstler nach Eutin holen, kündigte Claudia Falk an. Die von den Eutinern hervorragend angenommene Eröffnungsparty am Donnerstag vor dem Fest solle im kommenden Jahr ebenfalls wieder stattfinden. „Ich möchte Zusammenhalt schaffen. Durch diese Veranstaltung bin ich mitverantwortlich für das Image der Stadt“, sagte Claudia Falk.

Viel Lob für das Stadtfest 2018

Ihr Zögern und ihren erweiterten Antrag begründete sie mit dem immensen Arbeitsaufwand. Rund 150 Helfer hätten ihr in diesem August zur Seite gestanden. „Das Fest war ein Ergebnis der Unterstützung vieler Menschen“, berichtete Falk. Sie müsse sich aber selbst etwas entlasten, „das war jetzt zwei Mal aus eigenen Ressourcen organisiert“. Sowohl ihrer Leistung im Sommer als auch ihrem flammenden Plädoyer im Gremium zollten die Fraktionen Respekt: „Sie leben das Stadtfest und schaffen Atmosphäre“, „wir haben mit Freude gesehen, dass es auch anders geht“, „diese Qualität wollen wir halten“, „das Stadtfest hat einen anderen Charakter bekommen“, hieß es. „Wir erkennen an, dass wenn die Qualität gehalten werden soll, mehr Personal nötig ist. Und auch Frau Falk muss Geld verdienen“, fasste Monika Obieray (Grüne) zusammen. Die FWE-Vertreter Sigrid Jürß und Olaf Bentke waren zwar ebenfalls wohlwollend, hätten aber gern ein wenig an Bands und Angeboten beim Stadtfest sowie beim Stadtzuschuss gespart.

Ein neues Format an der Stadtbucht wagen

Über einen weiteren Antrag von Claudia Falk will der Hauptausschuss in der kommenden Woche entscheiden. Sie möchte am dritten Adventswochenende 2019 einen Weihnachtsmarkt an der Stadtbucht veranstalten. „Mit beleuchteten Tannenbäumen entlang der Seepromenade, einer lebendigen Krippe, Krippenspiel, Feuerkörben, einer kleinen Bühne. Es soll ein Ort werden, um in Weihnachtsstimmung zu kommen“, sagte die 37-Jährige. „Eine Bereicherung“, urteilte Lothar Sperling (FWE). Monika Obieray fand das „eine sympathische Idee“, fragte aber, ob es Konkurrenz oder Ergänzung für die Buden und die Eisbahn in der Stadt sein solle. Sie sei mit der Wirtschaftsvereinigung und den Markthändlern in Gesprächen, versicherte Falk. Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) warb für Zutrauen zu dem neuen Format: „Es ist gut, wenn die Stadtbucht in den Fokus rückt.“ Die Fraktionen wollen intern noch einmal beraten, ob sie für das Projekt 10 000 Euro bewilligen wollen.

SPD blitzt mit Zuschuss-Antrag ab

Einen städtischen Zuschuss in Höhe von 1500 Euro hätte auch die SPD gerne verbucht. Sie erhielt aber eine kräftige Abfuhr. Hans-Georg Westphal, SPD-Fraktionschef, hatte das Geld für die 150-Jahr-Feier der Eutiner SPD beantragt, zu der alle Vereine und Verbände eingeladen werden sollten. „Eine schöne Idee, das zu feiern. Aber die Eutiner Bürger sollen bezahlen?“ stichelte Dennis Schumacher (CDU). Fraktionskollege Malte Kuhr war drastischer: „Wenn jemand aus der CDU so einen Antrag stellen würde, würde ich sofort austreten. Ich würde mich schämen.“ Den Ausschussvorsitzenden Matthias Rachfahl (CDU) bewegte die rechtliche Seite: „Ist das nicht Parteienförderung?“ Andreas Lietzke, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Service, bestätigte die Einschätzung: „Der Landesrechnungshof hat diese Form der Unterstützung schon als eine Art Parteienfinanzierung beurteilt.“ Hans-Georg Westphal zog den Antrag daraufhin zurück.

Ulrike Benthien

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