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Ostholstein Der Rosengarten wird ab März umgebaut
Lokales Ostholstein Der Rosengarten wird ab März umgebaut
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07:00 13.02.2019
Das Info-Team: Thomas Prager, Henning Schröter, Carsten Behnk, Torsten Kraus und Frank Hirtz (von links). Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Am 4. März geht es los. Dann beginnt die Sanierung der Straße „Am Rosengarten“. Sie wird vom Voßplatz bis Höhe Schlossstraße Nummer 5 für insgesamt 5,11 Millionen Euro umgestaltet. Der größte Teil der Summe ist für Arbeiten im Untergrund, nämlich für neue Ver- und Entsorgungsleitungen, erforderlich. Sie werden rund 3,13 Millionen Euro kosten. Damit die Gewerbetreibenden wissen, was bis Oktober 2020 auf sie zukommt, sind Bürgermeister Carsten Behnk (parteilos) und Bauamtsleiter Henning Schröter von Geschäft zu Geschäft gegangen.

Um auch die fachlichen Fragen beantworten zu können, ließen sie sich von den Bauverantwortlichen begleiten: Torsten Kraus, Geschäftsführer der Firma OTG (die Baugesellschaft für Tief- und Rohrleitungsbau war bereits in der Peterstraße tätig), OTG-Schachtmeister Frank Hirtz und Thomas Prager vom Planungsbüro Höger und Partner. Bewährt habe sich nicht nur dieses Team, sondern auch die Vorabinformation der Geschäftsleute in der Peterstraße im persönlichen Gespräch – „deshalb machen wir hier Hausbesuche“, sagte der Bürgermeister.

Nur Anlieger und Anlieferer sind erlaubt

Mit dem Baubeginn wird der Bereich Schlossstraße/Rosengarten gesperrt, sämtliche Stellplätze fallen weg. Nur Anliegerverkehr ist erlaubt. Fahrzeuge, die aus der Stolbergstraße kommen, müssen hinter der Landesbibliothek rechts abbiegen. „Wie sieht es dann mit der Anlieferung aus?“ war eine Frage, die nicht nur Katrin Haase (Mittagstisch „Cox“) stellte. Der Lieferverkehr werde mal von oben, mal von unten in den Rosengarten erfolgen können, „das passt schon“, versicherte Frank Hirtz. Er ist für die Anlieger während der Bauphase bei Anlieferungen oder Umzügen Ansprechpartner und Koordinator. Es sei aber durchaus hilfreich, wenn die Geschäftsleute ihrerseits ihre Lieferanten über die Baumaßnahme in Kenntnis setzten, sagte der Bauamtsleiter. Zu Fuß sollen alle Grundstücke und Geschäfte bis auf wenige kurze Ausnahmen jederzeit erreichbar sein, betonte er.

Wichtig war Katrin Haase auch, „dass wir immer mit Wasser und Strom versorgt sind. Wenn uns am Vormittag für 30 Minuten der Strom ausfällt, haben wir ein Riesenproblem“. Größere Umsatzverluste über einen längeren Zeitraum könne ihr Betrieb nicht verkraften. Darauf, dass der Rosengarten in Zukunft verkehrsberuhigt sein wird – dort soll dann Tempo 20 gestattet sein – freue sie schon richtig, sagte Haase: „Gerade hier am Ende der Straße geben viele nochmals richtig Gas.“

Einheitlich vom Bahnhof bis zum Großen See

Birgit Rath de Vogtherr (Friseursalon Rath) äußerte sich begeistert: „Das wird schön werden! Wir haben es uns sehr gewünscht, dass die Straße beruhigt wird.“ Das unterstrichen auch Karin und Friedrich Struck, Inhaber eines Bekleidungsgeschäftes. Es sei wichtig, dass der Rosengarten den Charakter als Durchfahrtstraße verliere. „Und das Pflaster wird so wie in der Peterstraße sein?“ vergewisserten sie sich. „So sah es der Siegerentwurf des Architektenwettbewerbes 2014 vor, und so setzen wir es um: eine einheitliche Gestaltung und behutsame Modernisierung der Achse vom Bahnhof bis zum Großen See“, bestätigte Carsten Behnk. Ernüchtert zeigte sich Jonathan Pilz vom Hifi-Studio. Der Baulärm mache Vorführungen unmöglich. „Hätte ich gewusst, dass der Wisser-Platz neu gemacht wird, hätte ich den Laden nicht gemietet“, sagte er.

Am 4. März soll die Umgestaltung der Straße beginnen. Die Vorbereitungen laufen.

Eine angedachte große Filteranlage werde es unterhalb des Platzes nicht mehr geben, erklärten ihm die Fachleute. Dort müsse also nicht großartig aufgegraben werden. Verlegt werden solle eine Rohrleitung, und der Platz werde neu gestaltet. Aufgrund der besonderen Innenstadtsituation – enge Bebauung, alte Häuser, viele kreuz und quer verlaufende Versorgungsleitungen und hoher Grundwasserstand – werde während der Sanierung mit einem Flüssigbodenverfahren gearbeitet – es ersetze Spundwände, erläuterte Torsten Kraus.

Ulrike Benthien

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