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Ostholstein Eutin arbeitet seine Finanzen der vergangenen Jahre auf
Lokales Ostholstein Eutin arbeitet seine Finanzen der vergangenen Jahre auf
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22:13 07.06.2017

Das Vermögen der Stadt zu erfassen und zu bewerten, sei eine Mammutaufgabe gewesen, erklärte Andreas Lietzke, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Service. Diese Inventur war notwendig, um rückwirkend eine Eröffnungsbilanz für den 1. Januar 2013 erstellen zu können – mit diesem Stichtag hat Eutin seine Haushaltsführung auf eine doppelte Buchführung (Doppik) umgestellt. Die Bilanzsumme beträgt 93600432,14 Euro.

Für die Erfassung und Bewertung habe die Stadt sich externe Hilfe durch Mirko Benz (Grundstücke, Gebäude und Infrastrukturvermögen) und die Firma Petersen & Co GmbH geholt, führte Lietzke vor dem Hauptausschuss aus. Zu beachten seien klare Vorgaben der Gemeindeordnung und der Gemeindehaushaltsverordnung-Doppik.

Auf der Aktivseite der Bilanz steht das bewertete Vermögen Eutins: Immobilien und auch Infrastruktur-Vermögen wie Fahrbahnen, Gehwege, Leitungen. „Das sind dann schon mal Millionen Euro, die unter der Erde schlummern“, sagte Andreas Lietzke. Bewertet werde immer nach Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten. „Es spielt nur eine Rolle, was für ein Grundstück oder ein Haus bezahlt wurde.

Und wir müssen das alles mit Unterlagen belegen“, erklärte er dem Ausschuss. Die zuständigen Mitarbeiter hätten dafür die Archive durchforsten müssen – „häufig eine sehr staubige Angelegenheit“, so Lietzke.

Immobilien und Infrastruktur-Vermögen liegen bei 54977130 Euro, Finanzanlagen sind mit 30483679 Euro auf der Aktivseite der Bilanz zu finden – gemeinsam machen diese beiden Kategorien 91,30 Prozent des kommunalen Vermögens aus. Die Passivseite weist die Herkunft der Mittel aus: Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Eigenkapital. Am 1. Januar 2013 lag letzteres bei knapp 37 Millionen Euro. Die Verbindlichkeiten (davon rund 19 Millionen Euro Investitionskredite) betrugen am Stichtag knapp 23 Millionen Euro. In die Höhe geschnellt sind diese seither durch die 8,5 Millionen Euro, die die Stadt ihrer Tochter, den Stadtwerken, für die Eigenkapitalaufstockung zur Gründung einer eigenen Breitbandsparte zur Verfügung gestellt hat, durch die Sanierung und Erweiterung des Weber-Gymnasiums und die Stadtsanierung.

Der Hauptausschuss empfiehlt der Stadtvertretung (tagt am 21. Juni), die Eröffnungsbilanz zu beschließen. Damit können auch die Jahresabschlüsse 2013 und 2014 für Eutin und Süsel in diesem Jahr erledigt werden. 2015 und 2016 sollen im kommenden Jahr folgen.

Behindertenbeauftragte: Die Innenstadt braucht ein barrierefreies WC

Eutin Eine barrierefreie Toilettenanlage in der Innenstadt – das ist das große Anliegen der Senioren- und Behindertenbeauftragten Ulla Lorenz und Hans Rech. In ihrem Jahresbericht erläuterte Ulla Lorenz, dass es zwar am Jungfernstieg und in der Kreisbibliothek zwei solcher WCs gebe, direkt in der Stadt halte sie ein weiteres für erforderlich. Sie lobte die Zusammenarbeit mit städtischen Gremien und der Verwaltung: „Es läuft unkompliziert.“ Ein besseres Pflaster in ihrem Wohngebiet, im Charlottenviertel, wäre ihr persönlicher Wunsch, äußerte Lorenz. Für alle älteren Mitbürger sei es wichtig, dass die Hecken in Eutin besser geschnitten würden, damit sie nicht die Gehwege beeinträchtigten. Ein Appell, der sich sowohl an den städtischen Bauhof als auch an alle privaten Grundstücksbesitzer richtet. ben

ben

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