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Ostholstein Eutin leuchtet wieder: Hand in Hand ins Vergnügen
Lokales Ostholstein Eutin leuchtet wieder: Hand in Hand ins Vergnügen
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22:22 24.11.2016
Bürgermeister Carsten Behnk und LGS-Maskottchen Käpt’n Eu eröffneten Hand in Hand die Eisbahn auf dem Markt. FOTO: BEKE ZILL

Nur langsam wurde die Fassade des Rathauses heller und heller – überraschtes Schweigen. Erst als der rote Knopf zum Start der 14. Lichterstadt schon längst von Bürgermeister Carsten Behnk und anderen gedrückt war, entfaltete sich die ganze Strahlkraft der grünen Leuchten. „Das sind Energiesparlampen, die dauern ein bisschen“, entschuldigte sich Stadt-Managerin Kerstin Stein-Schmidt bei den Zuschauern auf dem Eutiner Marktplatz. Die lachten und bestaunten die beleuchtete, historische Fassade. Nicht nur am Rathaus, in der gesamten Stadt gingen etwa 500 Lampen an und rückten Gebäude und Bäume in zauberhaftes Licht. Pünktlich zum Start der Lichterstadt strahlten auch die Kinderaugen auf der überdachten Eisbahn, die gestern von einem ganz besonderen Duo eingeweiht wurde.

Noch bis zum 8. Januar 2017 ist die Lichterstadt mit der überdachten Eisbahn für Besucher geöffnet. Die Beleuchtung in der Stadt wird ab dem 31. Dezember nach und nach abgebaut.

„Wir sorgen schon dafür, dass sie sportlich auf ihre Kosten kommen“, sagte Stein-Schmidt zu Carsten Behnk beim Lichterstadt-Talk auf dem Marktplatz, ehe sie ihn mit zur überdachten Eisbahn begleitete. Im Schlepptau: Käpt’n Eu, Maskottchen der Landesgartenschau, das bei den Talk-Gästen Eindruck hinterlassen hat. „Die Landesgartenschau war schon ein Highlight“, sagte Bürgervorsteher Dieter Holst. Er freue sich aufs nächste Jahr, wenn wieder alles grünt und blüht. Behnk habe die LGS sehr genossen. „Die Aufbruchstimmung merke ich immer noch“, sagte er. Und Eutin habe immer noch einen draufzusetzen.

So wie gestern, als zahlreiche Besucher die vorweihnachtliche Stimmung genossen. Als Käpt’n Eu und der Verwaltungschef an der Eisbahn eintrafen, drängten sich die Besucher mit ihren Kindern an die inzwischen gesperrte Eislauffläche. Die früheren Stars, die zur feierlichen Eisbahn-Eröffnung nach Eutin kamen, wie die Eiskunstlauf-Profis Tanja Szewczenko und Norbert Schramm, waren jetzt vergessen: „Carsten Behnk on Ice“ hieß es gestern gegen 17.30 Uhr, als er zusammen mit dem Maskottchen erst ein wenig wacklig, dann immer souveräner die ersten Runden auf dem Eis drehten. Unter den Augen der Gäste ging es erst rechts, dann links herum.

„Es ist sehr schön hier, es kommt weihnachtliche Stimmung auf. Die Lichterstadt belebt die Innenstadt und ist eine schöne Tradition geworden“, sagte Behnk, nachdem er Platz gemacht hatte für die eigentlichen Stars auf der Eisfläche.

Etwa 50 sportliche Kinder stürmten danach auf die Bahn und flitzten am Bürgermeister und Käptn Eu vorbei, die sich an der Bande ausruhten. Auch die zehnjährige Karolina und die neunjährige Leana freuten sich, dass es endlich wieder losging. Auf einer Bank halfen sich die Freundinnen gegenseitig in die Schlittschuhe und liefen so schnell es ging zum Eingang. Karolinas Mutter Olga Wild schaute ihnen nach. „Die Kinder freuen sich jedes Jahr darauf. Die Bahn ist so schön und nach dem Eislaufen gibt es immer einen warmen Kakao. Endlich ist wieder etwas los in Eutin“, sagte Olga Wild.

Ob alkoholfreie Heißgetränke, Glühwein oder eine leckere Bratwurst – der Punschbrunnen, der Schwenkgrill und natürlich die angrenzende Eisbahn laden bis zum 8. Januar zum Verweilen ein. Rund um den Markt runden die Installationen an den historischen Gebäuden und an den Bäumen des Lichtkünstlers Stefan Teichmann die winterliche Atmosphäre in Eutin ab. Drei Wochen Arbeit lag hinter Teichmann.

Jetzt, wo alles brannte, konnte er gestern Abend durchatmen. „Passieren kann immer etwas. Aber die LEDs machen eigentlich keine Probleme“, erklärte er.

Und während die Besucher den Auftakt noch feierten, brach Teichmann zur letzten Kontrollfahrt auf.

 Beke Zill

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